Bing erhält neue „Split“-Oberfläche, um traditionelle und KI-Webergebnisse anzubieten

Oscar

Microsoft führt eine neue geteilte Oberfläche für Bing ein. Die geänderte Ansicht wird zwei Suchergebnisse enthalten, vermutlich um Googles „AI Overviews“ entgegenzuwirken.

Die Bing-Oberfläche mischt KI-generierte Informationen mit herkömmlichen Suchergebnissen

Google hat kürzlich „AI Overviews“ eingeführt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen zusammengefassten Informationsausschnitt über Suchanfragen, der von Googles Generative Artificial Intelligence (Gen AI) Gemini zusammengestellt wurde.

Googles KI-Übersichten haben gemischte Kritiken erhalten und viele Internetnutzer suchten nach Möglichkeiten, dies zu vermeiden. Nun hat Microsoft seine Suchmaschine Bing optimiert, um KI-generierte Snippets zu Suchanfragen einzubinden.

Die neue Benutzeroberfläche unterteilt die Suchergebnisse von Bing in zwei Abschnitte, die jedoch miteinander verknüpft sind. Während Bing reguläre Suchergebnisse mit Weblinks anbietet, die Benutzer aus Bing herausführen, sind in die Ergebnisse auch KI-generierte Zusammenfassungen eingestreut.

Die neue Benutzeroberfläche von Bing generiert Ergebnisse mithilfe des GPT-4 LLM (Large Language Model) von OpenAI. Microsoft scheint KI-generierte Suchergebnisse und Zusammenfassungen zu priorisieren. Das Unternehmen behauptet jedoch, dass diese Informationen den Verkehr auf Websites und die Einnahmen der Herausgeber nicht negativ beeinflussen werden.

Verhindert die künstliche Intelligenz den ausgehenden Datenverkehr von Suchmaschinen?

Mehrere Internet- und Social-Media-Experten behaupten, dass KI Nutzer davon abhält, Google oder Bing zu verlassen. Einfach ausgedrückt: Wenn Suchmaschinen Antworten auf Suchanfragen zusammenfassen, müssen Nutzer keine Websites besuchen, die die relevanten Informationen enthalten.

Während mehrere digitale Publikationen Googles AI Overviews ablehnten, dürfte es für Microsofts neue Benutzeroberfläche Bing keine ähnliche Gegenreaktion geben. Dies liegt daran, dass Microsoft offenbar einen viel transparenteren Ansatz verfolgt.

Google versuchte, Suchanfragen mit KI-generiertem Inhalt zu versehen, bei denen offenbar ausreichende Links zu Quellen oder Referenzen fehlten. Microsoft behauptet, dass der neue KI-Bereich von Bing mehrere anklickbare Weblinks enthält, die zur Informationsquelle führen.

Microsoft behauptet: „Frühe Daten deuten darauf hin, dass diese Erfahrung die Anzahl der Website-Klicks aufrechterhält und ein gesundes Web-Ökosystem unterstützt.“ Seltsamerweise deuten die Beispiele des Unternehmens für die neue Bing-Oberfläche angeblich auf eine überwältigende Präferenz der KI für nur die obersten Suchergebnisse hin. Eine ältere Version bot mindestens drei Quellenlinks.