Google gibt an, dass es keine illegalen Datenerhebungen durchgeführt hat, zahlt sich aber trotzdem aus

Oscar

Google hat zugestimmt, einen Rechtsstreit im Zusammenhang mit der Erfassung von Android-Daten beizulegen, was zu einer netten kleinen Auszahlung für alle betroffenen Nutzer führen könnte. Der Vergleich sieht vor, dass Google etwa 135 Millionen US-Dollar zahlen muss. Google gibt zwar an, beim Vorwurf der Datensammlung nichts Unrechtes getan zu haben, stimmt der Auszahlung aber trotzdem zu.

Der Vergleich könnte zu bis zu 100 US-Dollar für jeden betroffenen Benutzer führen. Es ist kein astronomischer Betrag, aber es wären 100 US-Dollar gratis, also gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Dies wäre die zweite Klage von Google, der man sich bereit erklärt hat, beizulegen, während es sich bei der anderen um eine Klage im Zusammenhang mit Google Assistant handelte, bei der sich das Unternehmen bereit erklärte, einen Vergleich in Höhe von 68 Millionen US-Dollar abzuschließen. Google hat kürzlich auch zugestimmt, einen Rechtsstreit zwischen ihm und Epic Games beizulegen, dieser Vergleich muss jedoch noch genehmigt werden. Ein Teil dieser Vergleichsvereinbarung beinhaltet einen Betrag von 800 Millionen US-Dollar, den Epic zu zahlen bereit war, um Google bei der Werbung für Android zu unterstützen.

Der Vergleich im Google-Datenerhebungsverfahren muss noch genehmigt werden

Genau wie im Fall gegen Epic muss Google auch in diesem Datenerfassungsfall die Vergleichsvereinbarung genehmigen lassen. Die bloße Zustimmung von Google, die 135 Millionen US-Dollar zu zahlen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie durchkommen.

Sollte es jedoch zu einer Verabschiedung kommen, handele es sich angeblich um eine der höchsten Auszahlungen bzw. um die größte Auszahlung in einem Fall dieser Art. Für diejenigen, die es nicht wissen: In der Klage wird Google vorgeworfen, Daten von Android-Nutzern ohne deren Wissen oder Zustimmung zu sammeln. Es wird behauptet, dass Google „unnötig Mobilfunkdaten gesammelt“ habe, selbst wenn Nutzer Apps geschlossen und die Standortfreigabe deaktiviert hätten.

Als Teil der Einigung hat Google auch zugestimmt, einen Schalter hinzuzufügen, der es Nutzern ermöglicht, die Datenübertragung abzulehnen. Derzeit ist Googles Verhandlung für diese Vergleichsvereinbarung für den 5. August geplant, es wird also noch eine Weile dauern, bis es eine mögliche Genehmigung gibt.