Der Markt für Mini-PCs wächst weiter, und chinesische Hersteller wie AOOSTAR treiben dieses Wachstum seit einiger Zeit mit Vorschlägen voran, die darauf abzielen, die maximale Leistung im kleinsten Gehäuse zu bieten. Das Unternehmen hat soeben sein neues Maco-L vorgestellt, einen Mini-PC, der auf den AMD Ryzen 7 7735U setzt und ein Element hinzufügt, das in dieser Art von Geräten immer üblicher wird: OCuLink-Konnektivität, um eine externe Grafikkarte anschließen zu können, wenn die integrierte Leistung nicht ausreicht.
Diese Markteinführung erfolgt zu einer Zeit, in der Minis-PCs nicht mehr damit zufrieden sind, bloß eine unauffällige Alternative zu einem herkömmlichen Desktop für Office-Aufgaben zu sein. Immer mehr Nutzer suchen in diesem kompakten Format ein System, das sich zwischen täglicher Produktivität und zusätzlicher Grafikleistung bewegen kann, ohne die kompakte Größe einzuschränken, die diese Geräte kennzeichnet.
Ryzen 7 7735U und Radeon 680M als Basis
Das Herz des Maco-L ist der Ryzen 7 7735U, ein Achtkernprozessor mit sechzehn Threads, basierend auf der Zen-3+-Architektur von AMD, der außerdem die Radeon-680M-Grafik integriert. Dabei handelt es sich um einen Chip, der zwar nicht zur neuesten AMD-Generation gehört, aber weiterhin eine zuverlässige Option für Produktivität, Websurfen, leichte Bearbeitung und auch das Spielen weniger anspruchsvoller Titel dank der integrierten Grafik bietet, eine der leistungsfähigsten APUs im AMD-Portfolio in diesem Leistungsbereich.
Was den Maco-L von anderen ähnlichen Vorschlägen unterscheidet, ist sein modularer Ansatz zur Erweiterung der Grafikleistung. Das System integriert OCuLink, einen Standard, der eine externe Grafikkarte mit einem deutlich höheren Durchsatz anschließen lässt als andere gängige Schnittstellen wie Thunderbolt oder herkömmliches USB4. Zudem unterstützt der Maco-L USB4-Kompatibilität, was die Optionen für eine eGPU je nach vorhandigem Zubehör der Nutzer erweitert.
Drei PCIe 4.0-SSD-Slots, der große Speichervorteil
Einer der auffälligsten Aspekte des neuen AOOSTAR-Mini-PCs ist der Speicherbereich. Der Maco-L verfügt über bis zu drei PCIe 4.0-SSD-Slots, eine Zahl, die bei Geräten dieser Größenordnung ungewöhnlich ist; normalerweise findet man hier eine oder maximal zwei M.2-Slots.
Diese Konzeption ist besonders interessant für Nutzer, die große Datenmengen bewegen müssen, wie Content-Ersteller, Entwickler oder Fachleute, die mit schweren Video- oder Design-Dateien arbeiten, und bislang auf externe Speicherlösungen angewiesen waren, weil im Inneren eines Mini-PCs oft nur begrenzter Platz vorhanden ist.
Ein Design, das Computing und Kühlung trennt
In Sachen Design präsentiert sich der Maco-L als Zusammenspiel aus zwei deutlich voneinander abgegrenzten Gehäusen, wie in den von AOOSTAR veröffentlichten Bildern zu sehen ist: Das eine Gehäuse beherbergt den eigentlichen Mini-PC in einer kompakten Form von etwa 15 x 13 x 5,5 Zentimetern, während das andere ein zusätzliches Modul darstellt, das das Kühlsystem integrieren soll.
Diese physische Trennung von Rechenwerk und Wärmeableitung ist eine Lösung, die in Hochleistungs-Mini-PCs immer üblicher wird, da sie eine bessere Wärmeabfuhr ermöglicht, ohne das Hauptgehäuse unverhältnismäßig zu vergrößern.
Diese Herangehensweise ist besonders nützlich, wenn sie mit der OCuLink-Konnektivität für externe Grafikkarten kombiniert wird, weil sie es erlaubt, den Mini-PC kompakt zu halten, während die zusätzliche Grafikleistung durch ein eigenständiges externes Modul verwaltet wird, ohne die Kühlung des Gesamtsystems zu beeinträchtigen oder den Geräuschpegel bei anspruchsvollen Aufgaben in die Höhe zu treiben.
Verfügbarkeit des AOOSTAR Maco-L
Derzeit ist der AOOSTAR Maco-L auf dem chinesischen Markt erhältlich, wobei der Einstiegspreis in der Basiskonfiguration bei rund 2.699 Yuan liegt (dieser Betrag entspricht ungefähr 346 Euro).
Derzeit hat das Unternehmen weder ein internationales Verfügbarkeitsdatum noch einen offiziellen Preis für Märkte wie Europa bestätigt, sodass Interessenten an dieser Art von Geräten darauf warten müssen, dass AOOSTAR eine mögliche Erweiterung der Verfügbarkeit des Maco-L außerhalb seiner Grenzen bekannt gibt.
In jedem Fall ergänzt der Maco-L das zunehmend umfangreiche AOOSTAR-Portfolio im Bereich der Minis-PCs, die auf Nutzer abzielen, die Erweiterbarkeit wünschen – sowohl beim Speicher als auch bei der Grafikleistung – ohne auf das kompakte Format verzichten zu müssen, das diese Art von Geräten zu einer immer populäreren Alternative zum herkömmlichen Desktop gemacht hat.