Samsung hat auf der Gamescom 2026 die Portable SSD P9 und P7 USB4 vorgestellt, zwei externen Laufwerke, die darauf ausgelegt sind, große Dateien zwischen Computern, Mobilgeräten, Konsolen und Kameras zu verschieben. Der Schnittstellenwechsel hebt das Leistungsniveau gegenüber den USB 3.2-Modellen des Unternehmens deutlich an.
Beide Serien werden in Kapazitäten von 1, 2, 4 und 8 TB angeboten. Der Hauptunterschied liegt in der Geschwindigkeit und im vorgesehenen Einsatz: Der P9 führt die Kollektion mit einer maximalen Leistung von 4.000 MB/s an, während der P7 USB4 mit einem Gehäuse kombiniert wird, das Stöße und Stürze aushalten soll.
Das Portable SSD P9 erreicht 4.000 MB/s und kommt auf bis zu 8 TB
Das schnellste Modell kündigt eine maximale sequenzielle Leserate von 4.000 MB/s und Schreibwerte von bis zu 3.800 MB/s an. Sie liegen damit praktisch fast doppelt so hoch wie die 2.000 MB/s, die der Portable SSD T9 über USB 3.2 Gen 2×2 bot, wobei die tatsächliche Leistung jedoch vom Host-Gerät, dem verwendeten Anschluss und der Art der Arbeitslast abhängt.
Samsung empfiehlt den P9 für Videobearbeitung, hochauflösende Fotografie und Übertragungen von Spielebibliotheken. Seine Schreibgeschwindigkeit ermöglicht auch die direkte Aufzeichnung von 12K-Video, eine Funktion, die sich an Produktionsteams richtet, die Material direkt auf einem externen Laufwerk speichern müssen, ohne es zuerst im internen Speicher der Kamera abzulegen.
Die 8-TB-Konfiguration kombiniert diese Kapazität mit der Leistung von 4.000 MB/s. Der Hersteller präsentiert sie als das weltweit erste tragbare USB4-Laufwerk, das beide Werte vereint, und erinnert daran, dass dieses Modell auf der CES 2026 einen Innovationspreis erhalten hat. Die spanische Pressemitteilung nennt nicht den Typ des verwendeten NAND-Speichers oder den eingesetzten Controller.
Der P7 USB4 ergänzt Fallschutz gegen zwei Meter Fallhöhe

Der Portable SSD P7 reduziert die Geschwindigkeiten im Vergleich zum P9, behält aber die USB4-Schnittstelle sowie die vier Kapazitätsoptionen bei. Samsung hat bislang keine Lese- und Schreibwerte für dieses Modell veröffentlicht, sodass die genaue Leistung von den endgültigen kommerziellen Spezifikationen abhängt.
Ihr Hauptargument ist die physische Widerstandsfähigkeit. Das Gehäuse wurde auf Stürze aus zwei Metern getestet, zusätzlich zu Stößen und Vibrationen. Diese Schutzfunktionen erweisen sich besonders nützlich, wenn Projekte zwischen Standorten transportiert oder das Laufwerk an Kameras und Laptops außerhalb eines Schreibtisches angeschlossen wird.
Beide SSDs sollen mit einer breiten Palette an Geräten funktionieren. Samsung nennt Desktop-Computer, Laptops, Smartphones, Konsolen und Kameras, solange das Gerät und sein Betriebssystem das Laufwerk erkennen. Um die angekündigten Geschwindigkeiten zu erreichen, ist die Nutzung eines USB4-Anschlusses sowie eines kompatiblen Kabels erforderlich.
Samsung wird die weltweite Markteinführung der Portable SSD P9 und P7 USB4 am 31. August 2026 einleiten.
Die spanische Niederlassung hat Kapazitäten von 1, 2, 4 und 8 TB bestätigt, aber noch keine offiziellen Preise in Euro bekannt gegeben. Ebenso ist unklar, welche Konfigurationen zunächst nach Spanien kommen werden oder ob alle acht Varianten vom ersten Tag an verfügbar sein werden.