Weder generative KI noch Mikrotransaktionen: Rockstar setzt auf eine reine GTA VI-Erfahrung

Oscar

Bereits bekannt war, dass Grand Theft Auto VI am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X/S in zwei Versionen auf den Markt kommen wird. Allerdings wissen wir nun auch, dass es keinerlei interne Mikrotransaktionen geben wird, die das Vorankommen in der Geschichte beschleunigen oder erleichtern. Außerdem handelt es sich um eine Entwicklung, die völlig frei von generativer KI ist.

All das konnten wir dank einer Informationssitzung und einer geschlossenen Vorführung von unglaublichen drei Stunden Dauer bestätigen, die für den Kanal Kinda Funny Games in den Räumlichkeiten von Rockstar North in Edinburgh organisiert wurde. Das Unternehmen hat deutlich klargemacht, dass der Titel zum Start ohne interne Monetarisierung auskommen wird.

Generative KI und Mikrozahlungen von Rockstar verboten

Was sofort auffällt, ist die Ablehnung von KI durch die Entwickler. Während andere Studios der Branche vermehrt auf automatisierte Werkzeuge setzen, um Übersetzungen oder Layoutarbeiten zu reduzieren, wurde bei der Entwicklung dieses Titels auf jegliche Art von Algorithmen verzichtet. Das gilt für den gesamten technischen und künstlerischen Gestaltungsprozess.

Darüber hinaus wurden auch Mikrotransaktionen im Spiel ausgeschlossen. Dennoch plant der Verlag, eine Ultimate Special Edition zum Preis von 99,99 Euro gegenüber 79,99 Euro für die Standardfassung anzubieten. Dieses Paket enthält exklusive kosmetische Elemente, Fahrzeuge und den Zugang zu bestimmten Bereichen der Karte, wie dem Tattoo-Studio Electric Fang oder dem Bekleidungsgeschäft Stock 305.

Käuferinnen und Käufer der Basisausgabe können das Verbesserungsangebot später erwerben, um diese Inhalte schrittweise im Verlauf der narrativen Kampagne freizuschalten. Wer hingegen die Grundversion bevorzugt, muss diesen Zusatz nicht bezahlen – weder beim Kauf noch während des Spielens.

Viele Details zum bevorstehenden GTA VI

Während der dreistündigen Probe auf einer normalen PlayStation-5-Konsole lief das Spiel in einer Auflösung von 1440p und einer stabilen Bildrate von 30 Frames pro Sekunde. Die Grafik besticht durch die Menge an NPCs auf dem Bildschirm sowie durch die Physik von Haaren und Beleuchtung. Das Gameplay-System vertieft sich in den fotorealistischen Stil, der von Red Dead Redemption 2 übernommen wurde, und setzt physische Grenzen bei der Handhabung der Ausrüstung des Spielers.

Eine besonders interessante und realistische Neuerung ist, dass die Hauptfiguren Jason und Lucia nur kurze Waffen am Körper tragen dürfen, während Gewehre und andere schwere Waffen im Kofferraum eines Fahrzeugs aufbewahrt oder auf dem Rücken getragen werden müssen. Letzteres ruft bei Passanten eine erhöhte Wachsamkeit hervor. Zudem zwingt das ökonomische System des Spiels dazu, Bargeld an Geldautomaten einzuzahlen, um es nach einer Verhaftung nicht zu verlieren. Außerdem haben wir erfahren, dass der Polizeialarm wieder die Sechs-Sterne-Skala erreichen wird.

Das Spiel integriert Simulationselemente, in denen Ruhe und Muskelmasse die Ausdauer beeinflussen, während das Interaktionsmenü es ermöglicht, kriminelle Handlungen anhand eines Verhaltensprofils zu steuern. Der Fokus-Modus erlaubt es, die Zeit zu verlangsamen, um gezielte, tödliche Trefferpunkte oder das Ausknocksen von Gliedmaßen präzise anzustoßen.

Schließlich entwickelt sich die Beziehung der beiden Protagonisten basierend auf den Entscheidungen und der Zeit, die sie während Missionen und in der offenen Welt miteinander verbringen. All diese kleinen Details tragen zu einem deutlich realistischeren Spielerlebnis bei, das den Spieler dazu zwingt, Entscheidungen zu treffen, die der Logik folgen.