Chinesischer Hersteller CXMT startet HBM3E-Speicherproduktion und plant 600.000 Wafer pro Monat

Oscar

Inmitten der Speicherknappheit infolge des KI-Trends hat der chinesische Hersteller CXMT mit stetig wachsenden Produktionskapazitäten bei vielen Unternehmen Erleichterung bewirkt, während andere gleichzeitig Skepsis äußern.

Wie dem auch sei: Nachdem es CXMT gelungen ist, eine Ausbeute von 90% bei DDR5-Speicherchips pro Wafer zu erreichen, hat CXMT nun angekündigt, dass sie bereits HBM3E-Speicher herstellen.

CXMT plant, monatlich 600.000 HBM3E-Wafer herzustellen

Obwohl etablierte Speicherhersteller wie SK Hynix oder Samsung mit zwei Generationen Vorsprung unterwegs sind und bereits HBM4E ins Visier nehmen, eröffnet die Aussicht, dass ein chinesisches Unternehmen wie CXMT eine Produktion von 600.000 Wafern pro Monat verspricht, neue Chancen in einem Markt, der zunehmend Speicherbedarf hat.

Man sollte nicht vergessen, dass dieser Speichertyp besonders in Beschleunigern und fortschrittlichen IA- und HPC-Systemen eingesetzt wird.

Derzeit verfügt CXMT über zwei Werke, deren kombinierte Kapazität bei rund 200.000 Wafer pro Monat liegt, mit Plänen, in den kommenden Monaten auf 350.000 zu wachsen. Um das Ziel von 600.000 Wafern zu erreichen, müssten neue Anlagen geöffnet werden – etwas, das sie gut beherrschen, indem sie Fertigungsräume in der Hälfte der Zeit eröffnen, verglichen mit ihren Konkurrenten (12 Monate statt 24).

Derzeit läuft die Fertigung dieser HBM3E-Module in der Testphase, und es ist noch unklar, welche konkreten Spezifikationen sie besitzen werden. Mindestens sollten sie dem JEDEC-Standard entsprechen, das heißt 1.024-Bit-Datenbusse und Geschwindigkeiten von 9,2 bis 12,4 Gbps pro Pin, was eine gesamte Bandbreite von 1,2 TB/s pro Chip ergibt.

Auch über die Kapazität ist noch wenig bekannt; logisch wäre, Chips mit 24 Gb in 8- oder 12-Lagen zu erwarten, was Kapazitäten von 24 bis 36 GB ermöglichen würde.

Diese Entwicklung würde China auch dabei helfen, die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern zu verringern; angesichts der gegenwärtigen Knappheit scheint es jedoch, dass sogar nordamerikanische Unternehmen wie Apple an deren Speichern interessiert sind.