Zu wenig RAM im MacBook Neo schädigt seine SSD: Bis zu 900 GB Schreiblast in 3 Stunden durch den virtuellen Speicher

Oscar

Der MacBook Neo kam im März 2026 auf den Markt und war damit das günstigste Laptop von Apple. Dennoch scheint die Basiskonfiguration mit lediglich 8 GB RAM ein ernsthaftes Problem für die Langlebigkeit des Geräts zu bedeuten, insbesondere für die SSD.

Laut den Tests des Kanals UFD Tech besteht das Problem darin, dass, wenn der verfügbare RAM rasch aufgebraucht ist, sobald mehrere Anwendungen laufen, das Betriebssystem den virtuellen Speicher nutzt und das Paging- bzw. Swap-System auf der SSD erstellt und verwendet.

Bei so wenig RAM schreibt der MacBook Neo bis zu 900 GB pro Stunde auf seine SSD für den virtuellen Speicher

Diese Strategie, die in den meisten Betriebssystemen vorhanden ist, ermöglicht es, die verfügbare Speichermenge zu erweitern, obwohl die Geschwindigkeit des virtuellen Speichers deutlich langsamer ist als der echte RAM. Wie dem auch sei, scheint macOS besonders aggressiv zu sein, sodass er nahezu 900 GB an Paging-Daten auf die SSD in nur drei Stunden schreiben kann. Und das bei moderater Nutzung von Chrome, WhatsApp und Discord.

Obwohl dies in erster Linie den SSD und seine Haltbarkeit betrifft, besteht das Hauptproblem darin, dass das MacBook Neo dieses Bauteil fest auf der Hauptplatine verlötet hat, weshalb ein Austausch nicht einfach möglich ist.

Laut den durchgeführten Tests würde die Haltbarkeit der 256-GB- und 512-GB-SSDs bei 414 TB geschrieben bzw. 1.521 TB geschrieben liegen. Bei 300 GB pro Stunde hätte das 256-GB-SSD in ca. 57,5 Tagen sein Ende erreicht.

Bei ca. 900 GB Daten in drei Stunden würden wir an einem normalen Arbeitstag 2,4 TB schreiben, was bedeutet, dass sich in einem Monat, mit fünf Arbeitstagen pro Woche, fast 53 TB an Daten schreiben würden, die ausschließlich dem virtuellen Speicher gewidmet sind. Das heißt, unser MacBook Neo würde uns nach ca. 8 Monaten verabschieden.

Die Nutzung des Laptops war nicht besonders intensiv, obwohl zu beachten ist, dass der Google Chrome-Browser bekannt ist für seinen hohen RAM-Verbrauch.