AMD würde für seine kommende Grafik-Architektur eine neuronale Rendertechnologie vorbereiten, die mit der von NVIDIA eingeführten DLSS 5 vergleichbar ist. Die Informationen stammen von Kepler_L2, einem Filter, der dafür bekannt ist, vorzeitig Daten über AMD-Hardware zu liefern, und wurden in den AnandTech-Foren veröffentlicht. AMD hat diese Funktion weder bestätigt noch offiziell eine Architektur namens RDNA 5 vorgestellt.
Die konkreten Angaben sind begrenzt. Kepler_L2 behauptet, dass die kommende Grafikhardware von AMD über eine eigene Version von Neural Lighting verfügen werde. Auf die Frage, ob sie auf RDNA 5 beschränkt bleiben würde, antwortete er, wahrscheinlich ja, aufgrund der Rechenleistung, die sie erfordert. Er nannte keine Handelsnamen, kompatible Spiele, Anforderungen, Bildbeispiele oder Leistungskennzahlen.
Die neue Funktion würde Beleuchtung und Materialien durch KI erzeugen
Der Vergleich mit DLSS 5 hilft, das potenzielle Ziel zu verstehen. NVIDIA verwendet ein generatives Modell, das die Farbe des Frames, die Bewegungsvektoren und andere Daten der Szene empfängt, um das endgültige Erscheinungsbild bestimmter Materialien und Beleuchtungseffekte zu erzeugen. Die Technologie kann Details wie die Lichtstreuung in der Haut, die Beschaffenheit des Haares, den Glanz von Stoffen oder das Durchscheinen des Lichts durch Blätter rekonstruieren.
NVIDIA bezeichnet seine Methode des durch 3D geführten neuronalen Renderings. Das Modell ist an das aktuelle Frame, die Bewegungsvektoren, den kumulierten Temporalzustand und von den Künstlern definierte Werte gebunden. Ziel ist es, die Geometrie, die Komposition und die visuelle Leitlinie, die vom Entwickler festgelegt wurden, beizubehalten, während das neuronale Netz schwer in Echtzeit zu berechnende Details ausarbeitet.
Die vermutete Funktion von AMD würde ein solches Ergebnis anstreben. Bisher erklärt die Leaks nicht, ob sie auf das gesamte Bild angewendet würde, nur auf ausgewählte Materialien oder als ein von den Studios konfigurierbares Tool. Ebenso lässt sich nicht sicher sagen, ob sie das interne Funktionsprinzip von DLSS 5 replizieren würde.
FSR Redstone nutzt bereits maschinelles Lernen in vier Bereichen
Für KI-gestützte Grafikaufgaben verfügt AMD bereits über eine Basis. FSR Redstone umfasst Hochskalierung, Frame-Generierung, Ray-Tracing-Neuregeneration und Radiance-Caching.
FSR Ray Regeneration wandelt rauschende Raytracing-Proben in ein sauberes, zeitlich kohärentes Bild um. Die Hochskalierung rekonstruiert Frames mit höherer Auflösung, und Frame Generation erzeugt ein Zwischenbild. Radiance Caching, noch im SDK in der Vorstufe, nutzt Beleuchtungsinformationen wieder.
Diese Werkzeuge rekonstruieren oder wiederverwenden Informationen der Engine. Eine Alternative zu DLSS 5 würde einen Teil des endgültigen Erscheinungsbildes von Beleuchtung und Materialien erzeugen. Es gibt keine Bestätigung, dass AMD diese unter dem Namen FSR 5 integrieren wird oder dass Redstone sie einbinden könnte.
Die Arbeitslast könnte sie auf die RDNA 5-Hardware beschränken
Kepler_L2 hält es für wahrscheinlich, dass die Technologie auf RDNA 5 beschränkt wird, da das Ausführen des Modells einen erheblichen Rechenaufwand erfordern würde. Diese Angabe erläutert nicht, welche Einheiten benötigt würden oder ob die Beschränkung durch Leistung, spezifische Anweisungen, Speicher oder eine Kombination dieser Faktoren bedingt wäre.
Die Radeon RX 9000 mit RDNA 4 verfügen bereits über dedizierte Beschleunigung für Aufgaben des maschinellen Lernens und führen die FSR Redstone-Funktionen aus. Diese Fähigkeit garantiert nicht die Kompatibilität mit einem komplexeren generativen Modell. NVIDIA limitiert offiziell ebenfalls die neuronale Renderstufe von DLSS 5 auf die GeForce RTX 50-Serie, obwohl andere Teile von DLSS auch auf früheren Generationen funktionieren.
Die Exklusivität von RDNA 5 sollte daher als ein weiterer Teil des Gerüchts gesehen werden. AMD könnte die Anforderungen während der Entwicklung ändern, Versionen mit unterschiedlicher Qualität erstellen oder die Unterstützung später erweitern. Die Quelle legt lediglich nahe, dass die gegenwärtigen Kosten die Notwendigkeit einer neuen Architektur wahrscheinlich machen.
Der Zugriff auf Motordaten würde den Unterschied ausmachen
Kepler_L2 erklärte wie er sich vorstellt, dass es funktionieren sollte: Das Modell würde Geometrie, Tiefeninformationen und weitere Puffer der Engine erhalten und Beleuchtung sowie Schattierung auf verschiedene Netzwerke aufteilen. So würde es mit expliziten Szeneninformationen arbeiten.
Dieser Teil ist eine persönliche Vorstellung der Quelle, keine bekannte Implementierung von AMD. DLSS 5 arbeitet nicht nur auf einem flachen Bild: NVIDIA nutzt Bewegungsvektoren, den temporären Zustand, Render-Attribute während des Trainings und Vorgaben für die Künstler.
Eine Funktion, die Geometrie, Materialien oder bestimmte Puffer benötigt, würde eine Integration in die Engine erfordern. FSR Redstone wird über das AMD SDK verteilt, und einige Funktionen könnten sich über den Treiber aktualisieren, wenn das Spiel bereits eine kompatible Version besitzt. Es ist unklar, ob das zukünftige neuronale Rendering dieses Modell beibehalten würde.
NUR FSR Redstone und der Einsatz von KI in den aktuellen Radeon-Modellen sind bestätigt. Die mutmaßliche Funktion, die Neural Lighting vergleichbar sei, stammt aus einer einzigen Quelle. Ihr Name, die Anforderungen, die Bildqualität, der Leistungsaufwand und die kompatiblen Spiele sind unbekannt.
AMD hat ebenfalls noch keine offizielle Architektur namens RDNA 5 vorgestellt. Bis AMD Dokumentation veröffentlicht oder eine Demonstration auf echter Hardware vorlegt, sollte die Alternative zu DLSS 5 als durchgesickertes Entwicklungsprojekt verstanden werden, nicht als eine fertige Eigenschaft der nächsten RDNA-Generation.