Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Apple standen in letzter Zeit auf der Empfängerseite der Europäischen Union (EU). Amazon hingegen ist in den USA bereits ein Scanner der Kartellbehörden. Aber es scheint, dass bereits ein neues Problem vor der Tür steht. Einem aktuellen Bericht von Reuters zufolge wird die EU voraussichtlich im Jahr 2025 eine Kartelluntersuchung gegen Amazon einleiten.
Amazon wird voraussichtlich im Jahr 2025 mit einer kartellrechtlichen Untersuchung der EU wegen angeblicher Verletzung des DMA konfrontiert sein
Berichten zufolge plant die EU, gegen das Unternehmen wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) zu ermitteln. Der Bericht legt nahe, dass die EU mit der Praxis von Amazon, seine Produkte vor anderen Drittanbietern in seinem Online-Shop zu bewerben und anzubieten, nicht sehr zufrieden ist.
Berichten zufolge wird die neue EU-Kartellchefin Teresa Ribera die Entscheidung treffen, die Untersuchung einzuleiten. Ribera wird den Vorsitz der derzeitigen EU-Kartellchefin Margrethe Vestager übernehmen, die nach zwei Amtszeiten zurücktritt. Wenn die EU Amazon in dieser Angelegenheit für schuldig befunden hat, muss das Unternehmen möglicherweise eine Geldstrafe von bis zu 10 % seines weltweiten Jahresumsatzes zahlen.
Amazon bestreitet jegliches Fehlverhalten
Unterdessen hat Amazon jegliches Fehlverhalten bestritten. Das Unternehmen gibt an, dass es sich an den DMA hält und im Einklang mit den EU-Vorschriften arbeitet. Darüber hinaus hat Amazon zuvor erklärt, dass seine Ranking-Algorithmen nicht zwischen seinen Produkten und denen von Drittanbietern unterscheiden.
Für diejenigen, die es nicht wissen: Die Europäische Kommission hat letztes Jahr den DMA eingeführt. Eine seiner Bestimmungen hindert große Technologiegiganten daran, ihre Produkte und Dienstleistungen auf ihren Plattformen zu bevorzugen.
Neben Kartellvorwürfen kritisierte der US-Kongress kürzlich Amazon für seine Verbindungen zu TikTok. Die Zeit wird zeigen, wie Amazon diese ganze Situation angeht. Doch so wie es aussieht, könnte 2025 ein herausforderndes Jahr für den Online-Einzelhandelsriesen werden.