ASRock-Netzteil: 16-Pin-Stecker schmilzt trotz TempGuard-Schutz

Oscar



Die Schutzvorrichtungen, die einige Hersteller ihren Produkten hinzufügen, können dazu beitragen, Schäden an Grafikkarten mit einem 16-Pin-Anschluss zu verhindern. Cooler Master bietet seinen GPU Shield an, der separat erhältlich ist oder zusammen mit ihren neuesten Netzteilen verkauft wird. ASRock hat diese Technologie ebenfalls in seinen KI-Server-Netzteilen integriert, doch wir haben einen Fall gesehen, in dem es nicht gelungen ist, das Schmelzen des 16-Pin-Kabels zu verhindern.

Eine RTX PRO 6000 im Wert von über 16.000 US-Dollar entgeht einem geschmolzenen Anschluss

Der Anwender hatte diese Stromversorgung nicht an einer Gaming-GPU angeschlossen, sondern an eine NVIDIA RTX PRO 6000 im Wert von über 16.000 US-Dollar. Zum Glück schmolz der Anschluss auf der Seite des Netzteils, und seine geschätzte professionelle Grafikkarte blieb unbeschädigt.

Das System verwendete diese NVIDIA-Grafikkarte für Profis, die über 96 GB GDDR7-Speicher verfügt und einen Stromverbrauch von bis zu 600 W hat, ähnlich wie Gaming-Grafikkarten, bei denen dieses Schutzsystem üblicherweise eingesetzt wird. Das Netzteil war ein ASRock Taichi TC-1650T mit 1.650 W.

Der Anschluss schmilzt am Netzteil trotz TempGuard-Schutz von ASRock

Das Problem war, dass der Anschluss auf der Seite des Netzteils schmolz, und es konnte bestätigt werden, dass beide Stecker ordnungsgemäß eingesteckt waren, bevor der Fehler auftrat. Das Netzteil verfügt über die TempGuard-Technologie zusammen mit einem Temperatursensor, der bei Anomalien im Anschluss Alarm schlägt. Die Technologie sollte das System bei erhöhten Temperaturen abschalten, um Schäden zu verhindern.

Auch der aktive Schutz von ASRock konnte den Defekt des 16-Pin-Anschlusses nicht verhindern

Was dieser Fall zeigt, ist, dass selbst mit aktivem Schutz für die 16-Pin-Anschlüsse keine Sicherheit besteht. Es gibt unerklärliche Situationen, in denen diese Kabel versagen und am Anschluss schmelzen, wodurch die angeschlossene Hardware beschädigt wird. Zum Glück ereignete sich der Vorfall diesmal am Netzteil, einem Produkt, das zwar nicht billig ist, aber nur einen Bruchteil des Preises einer NVIDIA RTX PRO 6000 kostet.

Juan Antonio Soto

Ich bin Informatikingenieur und spezialisiert auf Automatisierung und Robotik. Meine Leidenschaft für Hardware begann im Alter von 14 Jahren, als ich meinen ersten Computer aufschraubte: einen 386 DX 40 mit 4 MB RAM und 210 MB Festplattenspeicher. Seitdem lasse ich meiner Begeisterung in den technischen Artikeln freien Lauf, die ich bei Geeknetic schreibe. Die meiste Zeit meiner Freizeit widme ich Videospielen, sowohl modernen als auch Retro-Titeln, auf mehr als 20 Konsolen, die ich neben dem PC besitze.