Es ist irgendwie lustig. Als OpenAI gegründet wurde, waren Elon Musk und Sam Altman dick wie Diebe. Beide hatten angeblich eine ähnliche Mission, wenn es um künstliche Intelligenz ging. Wenn wir jedoch bis heute vorspulen, scheinen beide Parteien erbitterte Feinde zu sein. Doch trotz ihrer Unterschiede scheinen beide auf ein ähnliches Ziel hinzuarbeiten. Elon Musk verfügt über Neuralink, und nun arbeitet Berichten zufolge auch Sam Altman an seiner eigenen Gehirnschnittstelle.
Sam Altmans Gehirnschnittstelle könnte mit Neuralink mithalten
Laut Alex Heath von The Verge in seinem Newsletter „Sources“ scheint es, dass der CEO von OpenAI, Sam Altman, seine eigene Gehirnschnittstelle baut, die mit der von Elon Musks Neuralink konkurrieren könnte. In dem Bericht wird behauptet, dass Altman Mikhail Shapiro, einen preisgekrönten biomolekularen Ingenieur, engagiert hat.
Shapiro wird Merge Labs beitreten, einem Startup für Gehirn-Computer-Schnittstellen von Altman und Alex Blania. Im Moment ist nicht viel darüber bekannt, worum es bei diesem Unternehmen geht. Basierend auf Shapiros Arbeit lässt sich jedoch vermuten, dass Altman sein Fachwissen nutzen könnte, um ein Gerät zu entwickeln, das mithilfe nichtinvasiver Techniken eine Verbindung zum menschlichen Gehirn herstellen könnte. Genauer gesagt könnte es Schallwellen nutzen.
Dies basiert auf einem kürzlich von Shapiro gehaltenen Vortrag, in dem er sagte, dass Schallwellen und Magnetfelder genutzt werden könnten, um eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer zu schaffen. Wenn das stimmt, könnte es Altmans Startup im Vergleich zu Neuralink um einiges attraktiver machen.
Neuralinks Ansatz
Für diejenigen, die es nicht kennen: Neuralink ist ein von Musk gegründetes Unternehmen. Ziel des Unternehmens ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, mithilfe ihrer Gedanken mit ihren Computern oder Telefonen zu interagieren. Es klingt ziemlich hochtechnologisch, fast wie Science-Fiction. Das Problem bei Neuralink ist jedoch, dass es nicht gerade das benutzerfreundlichste ist.
Damit Neuralink funktioniert, muss sich der Benutzer einer Operation am offenen Schädel unterziehen. Dabei werden die Elektroden in das Gehirn implantiert, damit der Benutzer seine Geräte steuern kann. Jede Art von Gehirnoperation birgt Risiken. Aber jemanden zu bitten, sich einer Operation zu unterziehen, nur damit er seinen Computer freihändig nutzen kann? Das ist eine große Frage.
Wenn Altmans neues Startup tatsächlich eine Schnittstelle entwickeln kann, die Schallwellen nutzt, ist das ein Kinderspiel (Wortspiel beabsichtigt), das möglicherweise mehr Menschen bevorzugen wird.