Berichten zufolge verzögert sich die Einführung eines echten Vollbild-iPhones aufgrund technischer Probleme

Oscar

Apple war Vorreiter bei der Reduzierung des Rahmens bei Smartphones. Das Unternehmen beeindruckte die Technologiebranche im Jahr 2017 mit dem verkleinerten und symmetrischen Rahmendesign des iPhone Während Apple erneut mit einem echten Vollbild-iPhone überzeugen wollte, musste das Unternehmen die Pläne verschieben.

Apple wollte im Jahr 2026 ein iPhone ohne Rahmen auf den Markt bringen

Wie The Elec berichtet, wird der nächste große Schritt im iPhone-Frontdesign darin bestehen, das Vollbilderlebnis zu verbessern. Der erste Schritt wird die Entwicklung eines „rahmenlosen“ Bildschirms sein. Samsung Display und LG Display sind die Zulieferer, die diese Technologie realisieren. Apple hatte damit gerechnet, diese Displays im Jahr 2026 einzuführen, aber wir müssen noch etwas warten, da die Technologie noch nicht ausgereift ist.

Samsung Display und LG Display standen bei der Entwicklung des von Apple gewünschten „rahmenlosen“ Displays vor einigen technischen Herausforderungen. Das Design des Panels sollte es ermöglichen, dass seine Kanten in einer leichten Kurve mit den Seiten des Geräts verschmelzen. Es ähnelt der Art und Weise, wie die Bildschirme von Apple Watch-Geräten in das tragbare Gehäuse integriert werden. Derzeit verfügen die Modelle iPhone 16 und iPhone 16 Pro über ein flaches Profil.

Die Probleme, die dazu geführt haben, dass Apple das echte Vollbild-iPhone verschoben hat

Apple möchte keinen herkömmlichen gebogenen Bildschirm, sondern ein anspruchsvolleres Design. Ziel ist es, den „Zoomeffekt“ bzw. Verzerrungen in den Kurven an den Rändern des Displays vollständig zu beseitigen. Dafür müssen Zulieferer an Schlüsseltechnologien arbeiten, die sowohl die Integrität des Bauteils als auch die Bildqualität gewährleisten.

Zunächst einmal erfordern solche Bildschirme einen speziellen TFE-Prozess (Thin-Film Encapsulation). TFE soll rahmenlose OLEDs vor Faktoren wie Feuchtigkeit und Sauerstoff schützen. Unterdessen scheint OCA (Optical Clear Adhesive), die andere Schlüsseltechnologie, diejenige zu sein, die am meisten Kopfzerbrechen bereitet.

OCA basiert auf einer transparenten Folie, die den rahmenlosen Bildschirm mit dem Gerät verbinden und alles an Ort und Stelle halten soll. Diese Folie muss sich den Krümmungen der Bauteilkanten perfekt anpassen. Allerdings ist es weder Samsung noch LG gelungen, das Problem der Bildverzerrung an den Rändern nach dem Einsatz von OCA zu lösen. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Integrität der gekrümmten Bereiche des Displays, da diese stärker exponiert sind.

Eine weitere technologische Herausforderung ist die Neugestaltung der internen Struktur von iPhones. Die Technologie, nach der Apple sucht, besteht darin, dass das Unternehmen die Schaltkreise, die sich bei iPhones traditionell in der Nähe des Bildschirmrahmens befinden, „biegbar“ machen kann. Das Unternehmen muss außerdem mehr Platz für die Implementierung der Antenne schaffen und Signalstörungen vermeiden.

Auch eine UPC-Implementierung (Under-Panel-Kamera) steht auf dem Tisch

Apple könnte die UPC-Technologie (Under-Panel-Kamera) auch für die iPhone-Frontkamera implementieren. Dies ist jedoch aufgrund der weiterhin offensichtlichen Einbußen bei der Bildqualität noch nicht sicher. Außerdem verwenden iPhones zusätzliche Sensoren, um die 3D-Gesichtsentsperrung zu ermöglichen.

Im Jahr 2023 gab Samsung bekannt, dass sie an einem Konzeptprodukt arbeiten, das sowohl UPC- als auch Zero-Bezel-Technologien integrieren würde. Wir müssen abwarten, ob es dem südkoreanischen Riesen wirklich gelingt, die Probleme zu lösen, die mit der Bildqualität der unter OLED-Bildschirmen versteckten Kameras verbunden sind. Apple könnte einer der Hauptnutznießer eines solchen technischen Durchbruchs sein.