Das Modem des Exynos 2600 könnte ein Problem für den Akku des Galaxy S26 sein

Oscar

Samsung hat kürzlich den Vorhang für seinen Flaggschiff-Prozessor der nächsten Generation, den Exynos 2600, gelüftet. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten Smartphone-Chip, der auf einem 2-nm-Prozess basiert. Sein moderner Herstellungsprozess verspricht wirklich beeindruckende Zahlen. Ein genauerer Blick auf die Architektur des Exynos 2600 offenbart jedoch eine Designentscheidung, die unter Technikbegeisterten für einige Diskussionen sorgt: ein externes 5G-Modem, das zu einer schlechteren Energieeffizienz führen könnte.

Samsung setzt sich seit Jahren für den „System-on-Chip“ (SoC)-Ansatz ein. Mit anderen Worten: CPU, GPU und Modem befinden sich alle auf einem einzigen Stück Silizium. Dieses Setup ist im Allgemeinen der Goldstandard für mobile Effizienz. Schließlich müssen Daten nicht weit reisen, was den Stromverbrauch niedrig und die Wärmeentwicklung unter Kontrolle hält. Mit dem Exynos 2600 bricht Samsung mit dieser Tradition, indem es sich für ein externes Modem entscheidet, wahrscheinlich das Shannon 5410.

Wird der Exynos 2600 den Akku Ihres Galaxy S26 entladen? Externes Modem gibt Anlass zur Sorge

Warum sollte Samsung von einem integrierten Design abrücken? Die Antwort scheint eine Frage der Immobilien zu sein. Moderne mobile Chips werden immer überfüllter. Hersteller packen immer leistungsfähigere KI-Engines und Grafikkerne ein. Durch die Verlagerung des Modems außerhalb des Hauptchips hat Samsung wertvollen Platz auf dem 2-nm-Chip frei gemacht.

Dieser zusätzliche Raum ermöglichte es den Ingenieuren, andere Bereiche zu verstärken. Auf dem Papier sind die Ergebnisse beeindruckend. Im Vergleich zu seinem Vorgänger bietet der Exynos 2600 einen Anstieg der CPU-Leistung um 39 % und eine massive Steigerung der NPU-Leistung um 113 % für KI-Aufgaben. Um die Kühlung zu gewährleisten, hat Samsung sogar einen „Heat Path Block“ hinzugefügt. Bei Letzterem handelt es sich im Wesentlichen um einen Kühlkörper auf Kupferbasis, der direkt am Chip angebracht ist.

Die reale Batteriefrage

Die Leistungssteigerungen sehen im Labor großartig aus. Allerdings bringt die Umstellung auf ein externes Modem eine neue Herausforderung mit sich: die Energieeffizienz. Wenn das Modem auf einem separaten Chip sitzt, muss das Telefon mehr Energie verbrauchen, um Daten zwischen dem Prozessor und der Mobilfunkhardware hin und her zu übertragen. Obwohl der fortschrittliche 2-nm-Prozess und die neue Kühltechnologie darauf ausgelegt sind, Strom zu sparen, können diese Vorteile durch die zusätzliche Energie, die das externe Modem benötigt, zunichte gemacht werden.

Für zukünftige Nutzer des Galaxy S26 und des Galaxy Z Flip 8 könnte dies bedeuten, dass das Telefon zwar schneller ist und unter Druck kühler bleibt, die Akkulaufzeit jedoch möglicherweise nicht den von vielen erhofften Sprung macht.

Eine bekannte Strategie

Interessanterweise ist Samsung nicht der Einzige, der diesen Weg geht. Apple verwendet bekanntermaßen seit Jahren separate Modems für das iPhone. Dem Cupertino-Riesen ist es gelungen, eine hervorragende Akkulaufzeit aufrechtzuerhalten – vor allem bei den Pro-Modellen. Allerdings funktionieren Android und iOS grundsätzlich unterschiedlich. Das mobile Betriebssystem von Apple geht im Vergleich zu Android deutlich aggressiver mit Hintergrundprozessen um. Wir müssen also abwarten, wie Samsung es schafft, den möglichen Verlust an Energieeffizienz zu kompensieren.

Insgesamt stellt der Exynos 2600 ein mutiges Wagnis dar. Samsung legt bei der Entwicklung seiner eigenen Chips für High-End-Galaxy-Geräte Wert auf reine Rechenleistung und einfache Herstellung. Ob dieser Kompromiss zu einem erstklassigen Flaggschiff-Erlebnis oder einem weiteren Kapitel in der Exynos-Effizienzsaga führt, hängt davon ab, wie gut Samsung die Lücke zwischen seinem neuen 2-nm-Kraftpaket und seinem externen Begleiter schließen kann.