Google und Meta stehen seit einiger Zeit im Visier der Europäischen Union (EU). Ein neuer Bericht von der Financial Times deutet darauf hin, dass die EU sich eingehend mit dem geheimen Werbedeal für Minderjährige befasst, da sie nun weitere Informationen von Google und Meta einholt.
Die EU bittet Google und Meta um weitere Einzelheiten zu einer geheimen Werbekampagne, die sich an Minderjährige richtet
Im Oktober forderten die EU-Beamten von Google und Meta Informationen über eine geheime Werbekampagne, die sich an Minderjährige richtete. Zu den Informationen gehören interne Chats, Präsentationen, E-Mails und mehr im Zusammenhang mit YouTube-Anzeigen. Berichten zufolge hat Google diese Details durch eine interne Untersuchung mit dem Codenamen „Tangerine Owl“ gesammelt.
Die EU hat diese Details erhalten und hat nun beide Technologieriesen um weitere Informationen gebeten. Es ist erwähnenswert, dass die jüngste Anfrage nach zusätzlichen Informationen keine Überraschung ist. Die Aufsichtsbehörden tun dies in der Regel, um Beweise zu sammeln und entsprechend eine förmliche Untersuchung einzuleiten. In diesem Fall hat die EU noch keine offizielle Untersuchung eingeleitet. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht geöffnet werden kann.
Im August erschien ein Untersuchungsbericht der Financial Times schlug vor, dass Google-Mitarbeiter Meta dabei halfen, die Richtlinien des Unternehmens zu umgehen, um Anzeigen gezielt an Minderjährige zu richten. Hier ist anzumerken, dass Google seit langem Werbung für Minderjährige verbietet. Daher war es ein großer Fehler von Google.
Berichten zufolge haben Google-Mitarbeiter Meta angewiesen, Anzeigen für Instagram auf YouTube an eine Gruppe weiterzuleiten, die im System des Suchgiganten intern als „unbekannt“ bezeichnet wird. Die Ergebnisse waren überraschend, da sich darin eine große Anzahl von Kindern unter 18 Jahren aufhielt.
Google beteuert in dieser Angelegenheit seine Unschuld
Anschließend arbeiteten die beiden Unternehmen mit der Medienagentur Spark Foundry zusammen, um eine Pilotwerbekampagne in Kanada zu starten und diese später auf die USA auszuweiten. Berichten zufolge wurde der Plan, die Werbekampagne auf weitere Länder auszudehnen, jedoch gestoppt, nachdem der FT-Bericht veröffentlicht wurde.
Die Nachrichtenagentur berichtet nun, dass Google seitdem virtuelle Rathäuser für Werbemitarbeiter organisiert, um sie an die Richtlinien des Unternehmens zu erinnern. Berichten zufolge wurden die Mitarbeiter der Anzeigenabteilung aufgefordert, ihre Verantwortung zu übernehmen. Seitdem ist Google bei Geschäften mit dem Social-Media-Riesen vorsichtiger geworden und beteuert in einer Erklärung gegenüber dem Unternehmen seine Unschuld Financial Times.
In der Erklärung heißt es: „Die Sicherheitsvorkehrungen, die wir zum Schutz von Jugendlichen ergreifen müssen, wie etwa das Verbot personalisierter Werbung, sind branchenführend und funktionieren weiterhin. Wir haben aktualisierte interne Schulungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass unsere Vertriebsteams über unsere Richtlinien und technischen Schutzmaßnahmen informiert sind.”