Die Europäische Kommission (EU) hat eine neue kartellrechtliche Untersuchung zum Google Ads-Geschäft eingeleitet. Die Untersuchung untersucht das Online-Werbegeschäft des Technologieriesen und seinen Einfluss auf den EU-Markt. Die Aufsichtsbehörden prüfen, ob die Geschäftspraktiken von Google den Wettbewerb verzerren und Werbetreibenden schaden. Die Untersuchung könnte bestehende Strafen ausweiten oder die digitalen Praktiken des Unternehmens regulieren.
Google Ads steht vor einer weiteren kartellrechtlichen Untersuchung durch die EU
Die EU hat Google aufgrund der Wettbewerbsregeln und des Digital Markets Act bereits eine Geldstrafe in Milliardenhöhe auferlegt. Jetzt prüft die Kommission, ob die Werbetechnologie des Unternehmens ihm in mehreren Segmenten des Online-Werbe-Ökosystems einen unfairen Vorteil verschafft. Dem Bericht zufolge haben EU-Beamte bereits damit begonnen, Kunden und Konkurrenten von Google zu kontaktieren, um detaillierte Informationen zu Preismechanismen und Auktionssystemen zu sammeln.
Die Kommission ist besonders besorgt darüber, dass Google die Ergebnisse von Anzeigenauktionen auf eine Weise beeinflussen könnte, die die Kosten für Werbetreibende in die Höhe treibt. Möglicherweise stärkt es damit seine Position auf dem Markt, was gegen die Regeln der EU verstößt. Wenn die Regulierungsbehörde offiziell eine Kartelluntersuchung einleitet und Verstöße feststellt, könnten die Strafen bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von Google betragen.
Für Google könnte bald eine weitere saftige Geldstrafe drohen
Sollten die Behörden einen Fehler in Googles Werbegeschäftspraktiken feststellen, könnte das Unternehmen mit einer der schwerwiegendsten Durchsetzungsmaßnahmen im laufenden digitalen Wettbewerbskampf der EU rechnen. Die Kommission prüft Aspekte wie die von Publishern, Werbetreibenden und Anzeigenaustauschsystemen verwendeten Tools genau, um festzustellen, ob das Unternehmen unlautere Praktiken ausnutzt.
Darüber hinaus ist dies nicht das erste Mal, dass Google einer rechtlichen Bedrohung seines Anzeigengeschäfts ausgesetzt ist. In den USA entschied ein Bundesrichter im April 2025, dass Google in Teilen des Online-Werbemarktes als Monopolist agiert. Über die Werbung hinaus untersucht die EU auch andere Aspekte des Verhaltens von Google. Das Unternehmen musste in der Vergangenheit bereits mit mehreren Strafen und Maßnahmen rechnen. Es wäre sehenswert, ob die EU Fehlverhalten im digitalen Werbegeschäft des Unternehmens feststellt.