Die Produktion der KI-Chips der nächsten Generation von Huawei soll Anfang 2025 erfolgen

Oscar

Huawei treibt die Technologiebranche trotz strenger Handelsbeschränkungen durch die USA weiter voran. Das Unternehmen, das seine eigenen mobilen SoCs entwickelt, macht dasselbe schon seit einiger Zeit mit KI-Chips. Nun heißt es in einem Bericht, dass Huawei Anfang 2025 mit der Massenproduktion des Ascend 910C, seines KI-Chips der nächsten Generation, beginnen wird.

Kontroverse um Huawei und KI-Hardware

Huawei steht im KI-Chip-Segment auf wackeligem Boden. Kürzlich fanden Forscher von TSMC hergestellte Chips in Huaweis KI-Beschleunigern. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen nach wirksamen Möglichkeiten gesucht hat, einige der aktuellen Handelsbeschränkungen zu umgehen. Huawei hätte sich hierfür an Dritte wie Pengxinxu und SwaySure Technology wenden können. Während sowohl Washington als auch TSMC die Situation untersuchen, heißt es in einem Bericht, dass die Entdeckung dazu führen wird, dass TSMC die Produktion von KI-Chips für chinesische Unternehmen einstellt.

Handelsbeschränkungen haben Huawei dazu veranlasst, bei Chip-Design und -Entwicklung autonomer zu werden. Obwohl der Einsatz des Snapdragon 8+ Gen 1-Chips in der Huawei P60-Serie durch das Unternehmen positive Signale an die Branche sendete, führten Lizenzentzug und die Notwendigkeit, sich auf mögliche neue Einschränkungen vorzubereiten, dazu, weiterhin Kirin-Prozessoren zu entwickeln. Das Gleiche gilt für KI-Chips, da Huawei diese nicht bei NVIDIA kaufen kann.

Berichten zufolge ist Huawei bereit, seine nächsten KI-Chips im Jahr 2025 zu produzieren

Wie Reuters berichtet, hält Huawei jedoch an seinen Plänen fest, seinen KI-Chip der nächsten Generation Anfang 2025 zu produzieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Huawei von den zunehmenden Handelsbeschränkungen verschont bleibt. Da das Unternehmen keinen Zugang zu den Fabriken von TSMC oder Samsung hat, ist es gezwungen, sich an SMIC zu wenden, dessen Technologie nicht mit der seiner Konkurrenten mithalten kann. Tatsächlich könnte der chinesische Riese bei seinen kommenden mobilen SoCs und KI-Chips auf den veralteten 7-nm-Prozess angewiesen sein.

Die US-Beschränkungen schränken auch den Zugang zu den neuesten Lithografie-Werkzeugen ein. Dies führt zu einer noch geringeren Ausbeute bei SMIC-Wafern. Branchenquellen gaben an, dass die Ausbeute der SMIC-Fabriken nur etwa 20 % beträgt. Allerdings nimmt Huawei weiterhin strategische Aufträge entgegen und priorisiert dabei Regierungs- und Unternehmenskunden. Unterdessen werden Kirin-Chips weiterhin Flaggschiff-Smartphones wie die kommende Huawei Mate 70-Serie mit Strom versorgen.