Die USA könnten mit Huawei verbundene chinesische Halbleiterfirmen mit Sanktionen belegen

Oscar

Die Biden-Regierung freut sich nun darauf, weitere Handelssanktionen gegen vier chinesische Unternehmen zu verhängen, die mit der Halbleiterfertigung von Huawei in Verbindung stehen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den jüngsten technologischen Durchbruch von Huawei und zielt darauf ab, Pekings Ambitionen im Bereich künstliche Intelligenz und Halbleiter weiter einzuschränken. Die möglichen Handelssanktionen unterstreichen die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und China und stellen die Bemühungen der USA dar, den Einfluss von Huawei in der globalen Technologiebranche einzudämmen.

Sollte diese Maßnahme umgesetzt werden, würde sie eine weitere bemerkenswerte Eskalation der laufenden Kampagne zur Einschränkung von Chinas Halbleiterkapazitäten bedeuten. Die Entscheidung würde den Druck auf Huawei erhöhen, einen wichtigen Akteur im technologischen Fortschritt Chinas, dem es trotz bestehender Sanktionen irgendwie gelungen ist, Fortschritte zu machen. Bemerkenswert ist, dass Huawei im vergangenen Jahr mit der Produktion eines Smartphone-Prozessors einen bedeutenden Meilenstein erreicht hat, dessen Fähigkeiten viele in Washington für überfordert hielten.

Dieses Mal sind es chinesische Unternehmen, die Huawei bei der Chipherstellung unterstützen könnten

Zu den Unternehmen, gegen die möglicherweise Sanktionen verhängt werden, gehören die Chiphersteller Qingdao Si'En, SwaySure und Shenzhen Pensun Technology Co. sowie Chinas führender Hersteller von Speicherchips, ChangXin Memory Technologies Inc. Diese Unternehmen wurden zuvor als mit Huawei verbundene Chipherstellungsanlagen identifiziert. Darüber hinaus könnte die US-Regierung Sanktionen gegen Unternehmen wie Shenzhen Pengjin High-Tech Co. und SiCarrier verhängen, die im Verdacht stehen, Huawei bei der Beschaffung eingeschränkter Ausrüstung zu unterstützen.

Darüber hinaus fordern US-Beamte ihre Verbündeten, darunter die Niederlande, Deutschland, Südkorea und Japan, auf, die Handelssanktionen zu verschärfen und Huaweis Zugang zu Technologien und Ausrüstung im Zusammenhang mit der Chipherstellung weiter einzuschränken.

Es bleibt jedoch unklar, ob das US-Handelsministerium über ausreichende Beweise für eine Verbindung dieser Unternehmen mit Huawei verfügt. Dennoch sind die USA befugt, Unternehmen zu sanktionieren, die eine potenzielle Bedrohung für die „nationale Sicherheit“ darstellen, ohne dass hierfür in der Vergangenheit schädliche oder illegale Aktivitäten nachgewiesen werden müssen.

Das mögliche Verbot wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter dem Status der Beziehungen zwischen den USA und China und laufenden politischen Überlegungen. Der bevorstehende Besuch von Finanzministerin Janet Yellen in China und die Gespräche zwischen Präsident Joe Biden und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping werden sich wahrscheinlich auf den Zeitpunkt der Entscheidung auswirken. Darüber hinaus verkomplizieren Diskussionen über Anpassungen der China-Zölle und mögliche Zollerhöhungen auf Chips der älteren Generation die Situation zusätzlich.

Der 7-nm-Chip der Huawei Mate 60-Serie deutet auf Chinas Fortschritte bei bzw. den Zugang zu den erforderlichen Technologien hin

Die Aufnahme von Huawei in die Unternehmensliste im Jahr 2019 schränkte seinen Zugang zu amerikanischer Technologie erheblich ein. Die jüngste Vorstellung der Huawei Mate 60-Serie durch Huawei mit einem im Inland hergestellten 7-Nanometer-Chip deutet jedoch auf Chinas Fortschritte in der Halbleiterfertigung hin. Dennoch ist China immer noch stark auf ausländische Technologie angewiesen. Es verdeutlicht die Herausforderungen für Huawei, Autarkie zu erreichen.