Wenn Sie in ein Land einreisen, in dem Sie sich als Tourist aufhalten, müssen Sie normalerweise ein Visum haben, einen Nachweis über die finanzielle Lage vorlegen und einen Grund für Ihren Besuch angeben. Dies sind einige der Grundvoraussetzungen für die meisten Orte auf der Welt. Allerdings erwägt die Trump-Administration künftig „obligatorische“ Social-Media-Bewertungen für Reisende in die USA.
Laut einem Vorschlag des US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzes deutet dies darauf hin, dass die Trump-Administration es für Reisende verpflichtend machen will, sich Social-Media-Bewertungen zu unterziehen. Das bedeutet, dass bei Ihrer Einreise in die USA die letzten fünf Jahre Ihrer Social-Media-Historie Teil des Screening-Prozesses sein könnten.
Besucher könnten auch aufgefordert werden, zusätzliche Informationen einzureichen, „wenn möglich“. Wir sprechen über E-Mail-Adressen, die in den letzten 10 Jahren verwendet wurden, Telefonnummern, die in den letzten fünf Jahren verwendet wurden, umfangreiche Informationen zu Familienmitgliedern und sogar Ihre biometrischen Daten. Dies geht über die derzeit erforderlichen Angaben wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Privatadresse und Notfallkontaktinformationen hinaus.
Das klingt sehr invasiv und wir sind uns nicht sicher, was das Ziel ist. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Öffentlichkeit den Vorschlag in den nächsten 60 Tagen kommentieren kann. Es bleibt abzuwarten, ob die Trump-Administration damit weitermacht, auch wenn die Kommentare überwiegend negativ sind.
Das kommt mir bekannt vor
Wenn Ihnen dieser Vorschlag bekannt vorkommt, liegt das daran, dass er nicht gerade neu ist. Bereits im Jahr 2019 führte das US-Außenministerium eine Richtlinie zur Offenlegung in sozialen Medien ein. Es überrascht nicht, dass Trump zu diesem Zeitpunkt seine erste Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten absolvierte.
Das Besondere an diesem Vorschlag ist, dass er sich grundsätzlich an jeden richtet, der als Reisender in die USA einreist. Zuvor war die Offenlegung in den sozialen Medien nur Visumantragstellern vorbehalten. Nun scheint sich dieser Vorschlag an alle zu richten, auch an diejenigen aus Ländern, die visumfreie Einreise in die USA haben.
Darunter sind Besucher aus 42 Ländern, darunter Australien, Frankreich, Deutschland, Japan und Großbritannien. Zufälligerweise können alle von ihnen als Verbündete der USA angesehen werden. Wie gesagt, wir wissen nicht, ob dieser Vorschlag angenommen wird. Allerdings könnte es Reisen in die USA in Zukunft möglicherweise etwas schwieriger machen.