Dieses Jahr kommt eine Überarbeitung der Netflix-App mit einem Video-Feed im TikTok-Stil

Oscar

Um die Art und Weise, wie Benutzer Inhalte entdecken und mit ihnen interagieren, zu vereinfachen, bereitet sich Netflix auf einen großen Wandel vor. Angesichts der Tatsache, dass Technologieunternehmen wie YouTube, TikTok und Instagram das mobile Fernsehen dominieren, scheint der Streaming-Riese daran teilhaben zu wollen. Netflix gestaltet seine App neu, um sie in die Social-First-Videolandschaft zu integrieren. Dadurch wird das App-Erlebnis offenbar immersiver und vor allem besser auf die modernen Sehgewohnheiten abgestimmt.

Die neu gestaltete Netflix-App wird noch in diesem Jahr auf den Markt kommen

Während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals am Dienstag (20. Januar) gab Netflix seine Pläne bekannt, seine mobile App zu überarbeiten und seine Kurzvideofunktion zu erweitern. Dies könnte auch dazu beitragen, die neue Reihe von Original-Video-Podcasts zu bewerben, die letzte Woche eingeführt wurden. Die neu gestaltete Netflix-App wird noch in diesem Jahr eingeführt.

Laut Co-CEO Greg Peters soll die Neugestaltung der Netflix-App „um die Expansion des Unternehmens im kommenden Jahrzehnt besser zu unterstützen.“ Dies wird dem Unternehmen auch dabei helfen, sein Angebot im Laufe der Zeit zu „iterieren, zu testen, weiterzuentwickeln und zu verbessern“.

Vertikale Video-Feeds und Podcasts

Die größte bevorstehende Änderung ist die tiefere Integration vertikaler Video-Feeds. Netflix experimentiert seit Mai letzten Jahres mit diesem Format. In diesem Feed werden kurze Clips aus Netflix-Shows und -Filmen angezeigt. Das kommt mir bei TikTok und Instagram Reels bekannt vor. Netflix hofft, dass diese sofort die Aufmerksamkeit der Nutzer erregen und sie schließlich zu vollständigen Episoden/Filmen locken.

Über das reine herkömmliche Streaming von Inhalten hinaus unternimmt Netflix auch einen erheblichen Vorstoß in Richtung Video-Podcasts. Es stellte seine ersten Original-Video-Podcasts vor, darunter Shows, die von „hochkarätigen Persönlichkeiten wie Pete Davidson und Michael Irvin“ moderiert wurden. Tatsächlich hat das Unternehmen sogar mit großen Podcast-Playern zusammengearbeitet, um etablierte Podcast-Bibliotheken auf die Plattform zu bringen. Dazu gehören Kooperationen mit Spotify und iHeartMedia.

Halten Sie die Benutzer bei der Stange

Mit diesen beiden Schritten ist es offensichtlich, dass Netflix das Entdecken von Inhalten und das tägliche Engagement auf seiner Plattform eher wie ein Erlebnis auf einer Social-Media-Plattform gestalten möchte. Es positioniert seine Strategie eher als Experiment denn als Nachahmung. Während der Gewinnmitteilung dachte Co-CEO Ted Sarandos über einen Wandel in der Streaming-Branche nach. Dienste konkurrieren offenbar nicht mehr mit anderen Streamern, sondern mit der gesamten Unterhaltungsindustrie um die Aufmerksamkeit der Nutzer.

Im Jahr 2025 erzielte Netflix einen Umsatz von 45,2 Milliarden US-Dollar, wobei die Werbeeinnahmen auf über 1,5 Milliarden US-Dollar stiegen. Im vierten Quartal wurde sogar die Marke von 325 Millionen bezahlten Abonnements überschritten.