Durchgesickert: Entwurf des neuen EU-Gesetzes zur Beschränkung des Zugangs Minderjähriger zu sozialen Netzwerken

Oscar

Die Debatte über das Alter, ab dem man Zugang zu sozialen Netzwerken erhält, hat in den letzten Monaten stark an Bedeutung gewonnen, und einige Länder, darunter Teile der Vereinigten Staaten, Großbritannien oder Australien, haben dies bereits umgesetzt. Es scheint, dass bald die Europäische Union ebenfalls die Nutzer zur Verifizierung ihres Alters verpflichten wird bei bestimmten Anwendungen im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken oder Videos. Laut Euractiv liegt eine Kopie des Entwurfs des neuen Gesetzes zur Online-Alterverifizierung vor, und wie bei anderen sehr ähnlichen Gesetzen wirkt es recht ausführlich.

Das neue EU-Gesetz wird soziale Netzwerke, Videospiele und künstliche Intelligenz umfassen

Das neue EU-Gesetz zur Kindheit wird Themen wie soziale Netzwerke, Videospiele und sogar den Zugang zur künstlichen Intelligenz umfassen. Die zitierten Daten zeigen, dass Kinder, die soziale Netzwerke vor dem Alter von 10 Jahren nutzen, länger vor dem Bildschirm verbringen als jene, die erst mit 14 Jahren damit begonnen haben. Es zielt auch darauf ab, Risiken wie Isolation, Beeinträchtigungen bei Konzentration und Lernen sowie ungeeignete Inhalte im Internet für sie zu verringern. Im Entwurf wird die generative KI erwähnt, die ein Werkzeug zur Erstellung von Deepfakes oder zur Generierung unangemessener Ratschläge sein könnte.

Bezüglich sozialer Netzwerke wird das Gesetz außerdem verhindern, dass deine persönlichen Daten auf den gängigen Plattformen wie Facebook, Instagram, X, TikTok oder gar in die Hände von KI-Unternehmen gelangen.

Zu diesem Zweck wird das neue Gesetz den direkten Zugriff der Tech-Unternehmen auf minderjährige Nutzer einschränken, und nicht die Minderjährigen selbst werden den Zugriff einschränken müssen. Dafür wurden mehrere Altersstufen festgelegt:

  • Von 0 bis 3 Jahren ist die Nutzung sozialer Netzwerke vollständig verboten.
  • Von 3 bis 13 Jahren müssen Konten vollständig von Eltern oder Vormunden kontrolliert werden.
  • Von 13 bis 15 Jahren dürfen Eltern Testkonten für ihre Kinder anlegen, begrenzt durch eine maximale Anzahl von Kontakten und die tägliche Nutzungsdauer.
  • Von 15 bis 18 Jahren dürfen Testkonten in persönliche Konten gewechselt bzw. neue Konten ohne Einschränkungen erstellt werden.

Auch Online-Spiele werden eine Altersverifizierung erhalten

Auch Online-Spiele werden diese Altersverifizierung enthalten, und zwar zum Zeitpunkt des Herunterladens des Spiels aus dem jeweiligen Store.

Eine weitere Änderung, die die EU von den Entwicklern dieser Anwendungen verlangt, ist das sichere Design, das Folgendes umfasst:

  • Gestaltung ohne süchtig machende Elemente.
  • Kontrollierte Empfehlungsalgorithmen, die angepasst werden können, um unter anderem den Kaninchenloch-Effekt zu vermeiden.
  • Sichere Kontoeinstellungen zur Reduzierung des Risikos der Offenlegung privater Daten.
  • Kein unerwünschter Kontakt zu anderen Nutzern.
  • Die einfache Möglichkeit, unangemessene oder schädliche Inhalte zu melden.
  • Ein altersgerechtes und für Eltern einfach zu bedienendes Kontrollsystem.

Die EU bereitet ein System zur Altersverifizierung für Minderjährige vor

Um zu verhindern, dass Minderjährige ohne Zustimmung der Eltern oder gesetzlicher Vormünder Zugriff erhalten, wird die EU-Altersverifizierung oder ähnliche von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigte Mechanismen eingeführt. Zusätzlich müssen Unternehmen eine Gebühr an die EU entrichten, die die Aufsicht finanziert und die Arbeit der Überwachung und Durchsetzung dieser Regelung in der gesamten Europäischen Union unterstützt.

Derzeit ist dieses Gesetz jedoch noch nicht verabschiedet, und selbst dieser Entwurf könnte nicht das Endergebnis sein; wir müssen die nächsten Schritte der Europäischen Kommission abwarten, um alle Details kennenzulernen.