Google hat sich bereits als einer der führenden Namen im Bereich der künstlichen Intelligenz etabliert. Das Unternehmen kam etwas später als OpenAI, sodass die GPT-Modelle in bestimmten Aspekten immer noch im Vorteil sind. Allerdings hat der Mountain-View-Riese hart daran gearbeitet, die aktuelle Lücke zu schließen und in einigen Segmenten sogar einen Vorsprung zu erzielen. Google möchte KI vollständig in seine Suchmaschine integrieren, ein Traum, den auch OpenAI teilt.
Google möchte eine tiefe KI-Integration in seine Suchmaschine
Google hat mit seiner Suchmaschine das Internet revolutioniert und ist zweifellos die beliebteste Suchmaschine weltweit. Im Wesentlichen ist Google zum Synonym für Websuche geworden, und so etwas ist nicht einfach zu erreichen. Das Unternehmen möchte sich auf seine umfassende Erfahrung in diesem Bereich stützen, um eine Suchmaschine anzubieten, die die Leistungsfähigkeit der KI nutzt, um nützlicher und funktionaler als je zuvor zu sein.
Ruth Porat, Präsidentin und Chief Investment Officer von Alphabet, sagte, dass die Integration von KI in die Google-Suche derzeit die größte Chance des Unternehmens für die Zukunft sei.
Google hat seine Absichten bereits vor einiger Zeit durch die Entwicklung und Einführung von AI Overviews gezeigt. Hierbei handelt es sich um Informationen, die oben in den Ergebnissen der Google-Suche erscheinen und als potenzielle Antworten auf die Anforderungen der Nutzer dienen. Der erste Start verlief jedoch etwas holprig, da die KI-Übersichten ständig Mängel aufwiesen, darunter falsche Informationen – oder KI-Halluzinationen.
Die Funktion erhielt auch Kritik wegen ihres Potenzials, die Besuche von Websites in den Suchergebnissen zu reduzieren. Nach einigen Optimierungen funktionieren die KI-Übersichten jetzt viel besser als zuvor. Damit gibt sich Google jedoch nicht zufrieden und will noch mehr KI in seiner Suchmaschine.
Die Wette erforderte riesige Investitionen in Milliardenhöhe
Konkretere Angaben dazu, welche zusätzlichen Funktionen KI in der Google-Suche ermöglichen könnte, machte Porat nicht. Alessandra Galloni – Chefredakteurin von Reuters – fragte sie hingegen nach den hohen Kosten, die mit KI verbunden seien. Berichten zufolge wird das Unternehmen allein im Jahr 2024 rund 50 Milliarden US-Dollar für KI-bezogene Entwicklungen ausgeben. Die Investitionen sind für KI-Hardware, Rechenzentren und sogar Energieerzeugung vorgesehen.
Auf Nachfrage antwortete Porat, dass sie vor einer „generationsübergreifende Chance.“ Es scheint, dass das Unternehmen glaubt, dass es jetzt an der Zeit ist, so viel wie möglich in die KI-Entwicklung zu investieren. Allerdings sagte sie auch: „Wir (Google) müssen eine Rendite erwirtschaften” in einer langfristigen Vision.