Jüngste Berichte werfen Google zwielichtige Praktiken gegenüber Microsoft vor. Das Unternehmen hätte versuchen können, den Redmond-Riesen im Segment der Cloud-basierten Dienste zu beeinflussen. Nun hat Google bestritten, eine „Anti-Microsoft“-Initiative zu finanzieren.
Google weist Vorwürfe von Finanzierungsinitiativen gegen das cloudbasierte Geschäftsmodell von Microsoft zurück
Zuvor hatte Microsoft Google Lobbyarbeit gegen sie vorgeworfen. Das Unternehmen behauptete, dass der Mountain View-Riese Interessengruppen finanzierte, die darauf abzielten, den Aufsichtsbehörden und Behörden ein negatives Bild seiner Geschäftspraktiken zu vermitteln. Das ultimative Ziel könnte darin bestehen, das Azure-Server-Geschäftsmodell von Microsoft zu beeinflussen.
Damals behauptete Microsoft, Google habe Cloud Infrastructure Services Providers in Europe (CISPE) ein Angebot gemacht, das Gerichtsverfahren gegen die Muttergesellschaft von Windows fortzusetzen. Beide Unternehmen stritten sich vor Gericht um die Gebühren und restriktiven Bedingungen, die mit der Nutzung von Windows Server-basierten Entwicklungen auf Servern Dritter verbunden sind. Bei der Nutzung von Azure-Servern fielen diese Gebühren nicht an, wodurch die Nutzung der Technologie von Microsoft erzwungen wurde.
Google präsentierte „alternative Optionen”An eine Organisation, die Microsoft verklagt, melden Sie Ansprüche
Nun, laut Das Registergab es mindestens ein Angebot von Google an CISPE. „Ich kann bestätigen, dass den CISPE-Mitgliedern Alternativen zur Annahme des Microsoft-Deals angeboten wurden. Ich kann keinen der Begriffe verraten,“, sagte ein Sprecher der Organisation.
Google reagierte auf den Bericht mit einer offiziellen Stellungnahme. Das Unternehmen bestreitet nicht, dass es CISPE irgendeine Art von Finanzierung oder Vorteilen angeboten hat. Allerdings behauptet Google, dass das Verfahren gegen Microsoft keinen Einfluss darauf gehabt habe. „Google Cloud unterstützt seit langem die Grundsätze einer fairen Softwarelizenzierung. Wir diskutierten über einen Beitritt als Mitglied, um CISPE dabei zu unterstützen, weiterhin gegen wettbewerbswidrige Lizenzen zu kämpfen und Wahlmöglichkeiten, Innovation und das Wachstum der digitalen Wirtschaft in Europa zu fördern“, sagte ein Google-Sprecher.
Die Quelle hatte Zugriff auf eine Präsentation von Amit Zavery, dem ehemaligen Vizepräsidenten von Google Cloud. Dem Bericht zufolge erwähnte das Dokument ein „Mitglieder-Innovationsfonds“ Darin waren 4 Millionen Euro enthalten. Dieser Betrag entsprach 100.000 € pro Mitglied für „sofortige Finanzierung von Projekten und Lizenzgebühren von CISPE-Mitgliedern zur Unterstützung von Innovationen in offenen Cloud-Ökosystemen.“ Berichten zufolge wurden in dem Dokument auch 10 Millionen Euro für Handelsverbandsaktivitäten und 100 Millionen Euro an Google Distributed Cloud-Softwaregutschriften aufgeführt.