Google erkundet auf britischen Druck hin neue Opt-out-Tools für die KI-Suche

Oscar

Seit einiger Zeit äußern Web-Publisher und Nachrichtenorganisationen ihre Besorgnis darüber, dass Googles KI-generierte Zusammenfassungen im Wesentlichen ihre Arbeit „ausleihen“, um Nutzeranfragen direkt auf der Suchseite zu beantworten. Dies bedeutet häufig, dass Benutzer die benötigten Informationen erhalten, ohne jemals zur ursprünglichen Website durchzuklicken, was zu einem starken Rückgang des Datenverkehrs für die Ersteller führt. Um dieses Problem anzugehen, drängt die CMA auf ein „Opt-out“-System für KI-gestützte Ergebnisse, und Google „erkundet“ diesbezüglich die Optionen.

Das vorgeschlagene Opt-out-System würde es Herausgebern ermöglichen, zu verhindern, dass ihre Inhalte in KI-Übersichten oder zum Trainieren von KI-Modellen wie Gemini angezeigt werden. Das Wichtigste: Und das, ohne ihr Ranking in den Standard-Suchergebnissen zu verlieren. Der Schritt zielt darauf ab, Unternehmen mehr Kontrolle über ihr digitales geistiges Eigentum zu geben. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der KI einen Bericht mit tausend Wörtern in zwei Sätzen zusammenfassen kann.

Großbritannien zwingt Google, seine KI-Suchstrategie zu überdenken

Google, das über 90 % der Suchanfragen im Vereinigten Königreich abwickelt, befindet sich in einer heiklen Lage. Das Unternehmen erhielt kürzlich die Auszeichnung „Strategischer Marktstatus“, der der CMA die rechtlichen Voraussetzungen verleiht, diese Art von Verhaltensanforderungen durchzusetzen. Als Reaktion darauf bestätigte Google, dass es neue Updates „erforscht“, die es Websites ermöglichen würden, generative KI-Funktionen gezielt zu deaktivieren.

Allerdings ist der Tech-Riese auch vorsichtig. Vertreter von Google haben darauf hingewiesen, dass alle neuen Steuerelemente einfach und skalierbar sein müssen. Ihre Hauptsorge besteht darin, dass es für normale Menschen, die einfach nur schnelle und nützliche Antworten suchen, schwierig werden könnte, wenn das System zu sehr zerstückelt wird. Sie argumentieren, dass KI-Übersichten den Menschen tatsächlich dabei helfen, neue Inhalte zu entdecken, und nicht nur den Besuch von Websites ersetzen.

Was vor uns liegt

Die Vorschläge gehen über einen bloßen Opt-out-Button hinaus. Die CMA möchte außerdem, dass Google die Rangfolge der Suchergebnisse transparenter macht und „Auswahlbildschirme“ auf Android und Chrome bereitstellt. Diese mögliche Änderung zielt darauf ab, die Konkurrenz durch andere Suchmaschinen zu fördern.

Google hat sich optimistisch geäußert, einen Mittelweg zu finden. Sie haben sich jedoch nicht davor gescheut, darauf hinzuweisen, dass eine strenge Regulierung manchmal nach hinten losgehen kann. Sie hatten bereits erklärt, dass sie besorgt seien, dass solche Maßnahmen das Wachstum und neue Ideen im britischen Technologiesektor stoppen könnten.

Vorerst wird die Situation in einer Konsultationsphase bis Ende Februar 2026 andauern. Unabhängig davon, ob Sie ein Gelegenheitsbrowser oder ein professioneller Herausgeber sind, wird das Ergebnis wahrscheinlich einen besseren Präzedenzfall für die zukünftige Koexistenz von KI und traditionellen Webinhalten schaffen.