Google wird im März 2025 im Kartellverfahren in Texas vor Gericht gestellt

Oscar

Ein US-Bundesrichter hat den Verhandlungstermin für die texanische Kartellklage gegen Google auf März 2025 festgelegt. Darin wird behauptet, das Unternehmen habe seine Marktposition illegal genutzt, um seine Werbedienstleistungen auszubauen. Texas wird von 16 weiteren Bundesstaaten in dem Fall unterstützt, der von einer Jury vor einem Bundesgericht in einem geschätzten vierwöchigen Verfahren entschieden wird. Laut Reuters hat Google zuvor jegliches Fehlverhalten in diesem Fall bestritten und die Klage von Texas als „zutiefst fehlerhaft“ bezeichnet.

Der Termin für das Kartellverfahren, den der US-Bezirksrichter Sean Jordan am 2. Januar festlegte, befriedigte weder Google noch die Anwälte der Bundesstaaten. Texas und die anderen Bundesstaaten drängten auf einen Prozesstermin im August 2024, da sie argumentierten, dass eine Verzögerung des Prozesses es Google ermöglichen würde, seine illegalen Marktaktivitäten länger fortzusetzen. Sie sagten, die lange Verzögerung ermögliche es Google, seine Marktmacht länger auf Kosten der amerikanischen Verbraucher zu missbrauchen. Die Anwälte von Google drängten jedoch auf einen noch späteren Starttermin und forderten einen nach April 2025.

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„Wir wissen den strengen Zeitplan des Gerichts zu schätzen und gehen davon aus, dass wir zum angegebenen Termin für die Verhandlung bereit sein werden“, sagte W. Mark Lanier, Anwalt für Texas und das Konglomerat der Bundesstaaten. Der Richter sagte, der Prozess werde am 31. März 2025 beginnen und in Plano, Texas, stattfinden – einer Stadt etwa 20 Meilen nördlich von Dallas. Die Auswahl der Geschworenen soll an diesem Tag beginnen und der Prozess könnte bis Mai 2025 dauern.

Aufgrund von Kartellvorwürfen im Zusammenhang mit Werbung steht Google vor allen rechtlichen Herausforderungen

Der bevorstehende Bundesprozess gegen Google ist bei weitem nicht die einzige rechtliche Herausforderung, mit der das Unternehmen in letzter Zeit konfrontiert war. Es handelt sich um einen von drei Bundesfällen, bei denen es um dasselbe angebliche Monopol für digitale Werbung geht. Darüber hinaus hat Google letzten Monat einen Rechtsstreit in Höhe von 700 Millionen US-Dollar beigelegt, der sich auf ein potenzielles Monopol auf seine App-Vertriebsplattform Google Play Store bezog. Erst letzte Woche stimmte Google zu, einen Rechtsstreit im Zusammenhang mit der Verfolgung des Inkognito-Modus in Google Chrome-Browsern beizulegen. Die genauen Bedingungen des Vergleichs wurden noch nicht veröffentlicht, aber die Kläger forderten satte 5 Milliarden US-Dollar von Google.

Dies sind nur einige der rechtlichen Probleme von Google in den USA, und im Ausland passieren noch mehr. Google wurde einer intensiven Prüfung durch die Europäische Union ausgesetzt, die es im Rahmen des neuen Digital Markets Act als „Gatekeeper“ bezeichnet hat. Auch die strengen Werberichtlinien der EU wurden genutzt, um Google ins Visier zu nehmen. Wir sind gespannt, wie sich Google in diesen Klagen schlägt, aber es wird noch eine Weile dauern, bis sie alle abgeschlossen sind.