Googles neue Wear OS-Hybrid-Benutzeroberfläche verfügt über einen Trick, um die Akkulaufzeit zu verlängern

Oscar

Googles neueste Innovation in Wear OS wird dank der Einführung einer neuen „Wear OS Hybrid-Schnittstelle“ die Akkulaufzeit von Smartwatches revolutionieren. Diese Funktion wurde zusammen mit der OnePlus Watch 2 auf dem MWC 2024 eingeführt und zielt darauf ab, die Langlebigkeit von Wear OS-Geräten durch die Optimierung der Aufgabenverwaltung zwischen dem Hauptanwendungsprozessor (AP) und der Co-Prozessor-Mikrocontroller-Einheit (MCU) deutlich zu verlängern.

In einem aktuellen Blogbeitrag erläuterte Google, wie die Wear OS-Hybridschnittstelle intelligent zwischen der MCU (Mikrocontroller-Einheit) und dem AP umschaltet, sodass das System den AP wann immer möglich anhalten kann, um die Batterielebensdauer zu verlängern. Dieser nahtlose Übergang zwischen den Zuständen ermöglicht es der MCU, Aufgaben mit geringem Stromverbrauch wie das Lesen von Benachrichtigungen, die Fernsteuerung der Kamera und die Überwachung von Gesundheitssensordaten zu verwalten, während der Haupt-AP schwerere Aufgaben erledigt.

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Neben der OnePlus Watch 2 werden auch andere Wear OS-Geräte eine Verbesserung der Akkulaufzeit erfahren

Während die OnePlus Watch 2 mit ihrer beeindruckenden Akkulaufzeit von 100 Stunden bereits die Vorteile dieser neuen Technologie unter Beweis gestellt hat, deutet Google an, dass auch andere Wear OS-Geräte Verbesserungen verzeichnen könnten. Die Implementierung der Wear OS-Hybridsoftware variiert zwischen Originalgeräteherstellern (OEMs), wobei Google ein Framework für die Integration von Hybridfunktionen in verschiedene Uhrenmodelle bereitstellt.

Zu den am weitesten verbreiteten Funktionen der Hybridschnittstelle gehören laut Google die kontinuierliche Herzfrequenz- und Schrittüberwachung mithilfe der MCU sowie die Rolle der MCU beim Rendern und Aktualisieren von Zifferblättern. Die Wirksamkeit dieser Funktionen kann jedoch je nach dem von jedem Hersteller verwendeten spezifischen Chipsatz und der Co-Prozessor-Architektur variieren.

Beispielsweise nutzt die OnePlus Watch 2 einen „BES 2700 MCU Efficiency“-Coprozessor, der gegenüber anderen Coprozessoren wie dem von Google verwendeten Cortex M33 gewisse Vorteile bieten kann. Diese Vielfalt an Hardwarekonfigurationen bedeutet, dass möglicherweise nicht alle Wear OS-Uhren vollständig von der Hybridsoftware profitieren, wie die Galaxy Watch 6 von Samsung zeigt, die einen anderen Chipsatz ohne ein ähnliches Coprozessorsystem verwendet.

Trotz dieser Hardware-Variationen bleibt Google hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der Wear OS-Hybridschnittstelle auf die Energieeffizienz des Systems optimistisch. Durch die Optimierung der Energieverwaltung und Aufgabenzuweisung haben mit dieser Technologie ausgestattete Wear OS-Uhren das Potenzial, eine längere Akkulaufzeit zu bieten und letztendlich die Benutzerfreundlichkeit und den Komfort tragbarer Geräte auf lange Sicht zu verbessern.