Die Face-ID-Technologie ist eines der Hauptverkaufsargumente des iPhone. Das System nutzt eine Kombination aus Hardware und Software, die den Goldstandard für konsistente und zuverlässige Leistung in allen Umgebungen gesetzt hat. Andererseits haben sich Android-Hersteller für Fingerabdruckleser als primäres biometrisches System entschieden. Ja, Ihr Gerät kann Ihr Gesicht erkennen, aber es ist bei weitem nicht so sicher und zuverlässig wie das von iPhones. Dennoch könnte Google mit seinem eigenen Ansatz für Apples Face ID endlich eine Lösung im Ärmel haben: Lernen Sie die Gesichtserkennungstechnologie Project Toscana kennen.
Die Gesichtserkennung Project Toscana von Google zielt darauf ab, Apples Face ID herauszufordern
Diese neue Toscana-Initiative zielt darauf ab, den größten Fehler im aktuellen Pixel-Gesichtsentsperrsystem zu beheben: seine Abhängigkeit von perfekter Beleuchtung. Wie Android Authority berichtet, entwickelt Google ein ausgeklügeltes Hardware-Upgrade, das in einem dunklen Raum genauso effektiv funktionieren soll wie unter direkter Sonneneinstrahlung.
Die aktuelle Implementierung auf Pixel-Geräten ist für das, was sie ist, beeindruckend. Wir sprechen von einem softwaregesteuerten System, das maschinelles Lernen nutzt, um sichere Aktionen wie Banking und Google Pay zu ermöglichen. Da es jedoch in erster Linie auf einer Standard-Frontkamera basiert, wird es praktisch unbrauchbar, sobald das Licht ausgeht. „Project Toscana“ versucht, diese Lücke zu schließen, indem es Berichten zufolge Geschwindigkeiten bietet, die mit der Face ID des iPhones vergleichbar sind, und gleichzeitig ein klares, unaufdringliches Design beibehält.
Ein System, das mit Einzellochausschnitten kompatibel ist
Erste Tests der Technologie fanden offenbar kürzlich in Mountain View, Kalifornien, statt. Quellen teilten Android Authority mit, dass das System auf einem Pixel-Telefon mit nur einem Lochausschnitt sowie auf Chromebook-Prototypen getestet wurde. Dies deutet darauf hin, dass Google Wege findet, fortschrittliche Sensoren – wahrscheinlich Infrarot (IR) – zu integrieren, ohne die riesigen Sensorarrays der alten Pixel-4-Serie zu benötigen.
Die Auswirkungen auf Chromebooks sind ebenso spannend. Derzeit sind die meisten Laptops noch auf Passwörter oder einfache Fingerabdruckleser angewiesen. Aber die Einführung von „Project Toscana“ auf ChromeOS könnte das Anmeldeerlebnis im gesamten Google-Ökosystem optimieren. Stellen Sie sich vor, Sie öffnen Ihren Laptop und sind sofort arbeitsbereit, egal, ob Sie sich in einem hellen Büro oder in einer dunklen Flugzeugkabine befinden.
Es gibt Spekulationen, dass das Google Pixel 11 das Debüt dieser Technologie darstellen wird. Googles Ziel scheint es zu sein, ein biometrisches System zu schaffen, das sich unsichtbar anfühlt und dennoch unglaublich sicher bleibt. Wenn die Gerüchte wahr sind, könnten wir bei der nächsten Google I/O-Keynote einen ersten offiziellen Blick auf diese Technologie werfen.