Ihr nächstes iPhone könnte von Intel-Chips angetrieben werden

Oscar

Nur wenige Trennungen waren so bekannt wie Apples Abkehr von Intel-Prozessoren im Jahr 2020. Neue Berichte deuten jedoch darauf hin, dass sich die beiden Unternehmen möglicherweise auf eine erneute Zusammenarbeit vorbereiten. Diesmal würde die Beziehung jedoch ganz anders aussehen. Anstatt die Designs von Intel zu verwenden, erwägt Apple Berichten zufolge eine Partnerschaft, um Intels Fabriken zur Herstellung eigener, maßgeschneiderter Chips für iPhone-Geräte zu nutzen.

Die Informationen stammen von MacRumors, der eine Forschungsnotiz vom GF Securities-Analysten Jeff Pu erhalten hat. Dem Bericht zufolge könnte Intel bereits im Jahr 2028 mit der Lieferung von iPhone-Chips für Apple beginnen. Diese Partnerschaft würde wahrscheinlich Intels bevorstehenden „14A“-Herstellungsprozess nutzen. Ziel ist es nicht, Apples aktuellen Partner TSMC zu ersetzen, sondern ihn zu ergänzen. TSMC wäre weiterhin der Haupthersteller, aber Intel könnte einen Teil der Produktion von Nicht-Pro-iPhone-Modellen übernehmen. Dies könnte mit den A21- oder A22-Chips beginnen.

Apples iPhone könnte 2028 von Intel hergestellte Chips bekommen, iPads und Macs im Jahr 2027

Der mögliche Schritt von Apple kommt für das Unternehmen zu einem guten Zeitpunkt. Aktuelle Informationen zeigen, dass NVIDIA zum größten Kunden von TSMC geworden ist und Apple abgelöst hat. Dies ist vor allem auf den enormen Bedarf an KI-Servern zurückzuführen. Damit verlor der Cupertino-Riese seinen „Prioritätsversandstatus“ bei der taiwanesischen Gießerei. Da sich der Wettbewerb um Produktionsflächen verschärft, muss Apple sicherstellen, dass das Unternehmen nicht in der Schlange stehen muss. Durch die Einbeziehung von Intel erhält Apple einen „Plan B“, der seine Produktionspläne auf Kurs hält.

Das iPhone ist möglicherweise nicht das einzige betroffene Gerät. Analyst Ming-Chi Kuo von Tianfeng Securities hatte zuvor vorgeschlagen, dass Intel bereits Mitte 2027 mit der Produktion von Chips der M-Serie der unteren Preisklasse für iPads und Macs im Rahmen seines „18A“-Verfahrens beginnen könnte.

Über die Logistik hinaus hat dieses Gerücht auch einen erheblichen politischen Aspekt. Eine Partnerschaft mit Intel würde es Apple ermöglichen, einen größeren Teil seiner Chipproduktion auf US-amerikanischen Boden zu verlagern. Dies steht im Einklang mit umfassenderen Bemühungen, die inländische Produktion anzukurbeln, ein Schritt, der Apple bei veränderten Handelsrichtlinien und staatlichen Anreizen für die lokale Produktion eine positive Stellung verschaffen könnte.

Apple entwickelt seine Chips immer noch, Intel könnte sie nur noch herstellen

Es ist wichtig anzumerken, dass die Partnerschaft keine Rückkehr zur alten „Intel Inside“-Ära bedeuten würde. Apple wird weiterhin jeden Schaltkreis und jeden Transistor seiner Prozessoren entwerfen. Die Rolle von Intel wäre ausschließlich die einer Gießerei. Das heißt, sie sind nur dafür zuständig, die Baupläne von Apple auf Silikon zu drucken.

Es ist erwähnenswert, dass der Deal noch nicht offiziell ist. Allerdings werden wir wahrscheinlich in den kommenden Wochen weitere Neuigkeiten dazu erfahren.