Reolink hat auf der IFA 2026 eine umfassende Aktualisierung seines Heim-Videoüberwachungs-Ökosystems vorgestellt. Die Neuerungen umfassen eine OMVI-Kamera, die sowohl mit Akku- als auch mit Solarenergie betrieben werden kann, neue Funktionen der lokalen KI, die Speicherzentrale Home Hub 2 und eine TrackFlex WiFi-Kamera mit zwei Objektiven.
Das Unternehmen konzentriert Verarbeitung und Suche der Aufnahmen im Heimnetzwerk, ohne dass dafür ein Abonnement erforderlich ist. Reolink hält außerdem die Integration mit Alexa, Google Home, Home Assistant, Homey und IFTTT aufrecht, wodurch Kameras in Automatisierungen eingebunden werden können und das Signal von kompatiblen Bildschirmen abgerufen werden kann.
OMVI 2i Ultra kombiniert zwei Kameras und koordinierten Tracking
Die neue OMVI 2i Ultra integriert eine Weitwinkelkamera mit 8 Megapixeln und eine zweite mobile Einheit mit 5 Megapixeln. Die erste behält einen Überblick des überwachten Bereichs, während die untere Einheit 355 Grad drehen, 50 Grad neigen und einer erkannten Person, einem Tier oder einem Fahrzeug folgen kann.
Das SyncTrack-System koordiniert beide Bilder. Wenn das Ziel das Sichtfeld der festen Kamera verlässt, folgt die mobile Komponente ihm weiter. Es passt außerdem automatisch den Bildausschnitt an und ermöglicht es, einen Punkt im Panoramabild anzuklicken, um die zweite Kamera dorthin zu lenken.
Reolink stattet das System mit einer herausnehmbaren 10.000 mAh-Batterie und einem integrierten 6-W-Solarmodul aus. Die angekündigte Laufzeit soll sechs Monate betragen, vorausgesetzt, es werden täglich fünf Minuten aufgezeichnet und der Rest der Zeit im Standby verbracht. Die Marke gibt an, dass 30 Minuten Sonnenlicht pro Tag ausreichen könnten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wobei natürlich Standort und erkannte Aktivität das Ergebnis beeinflussen.
ReoNeura lernt benutzerdefinierte Situationen
Die Weiterentwicklung von ReoNeura umfasst Custom AI Detection, eine Funktion, mit der der Benutzer konkrete Situationen definieren kann, die erkannt werden sollen. Als Beispiel nennt Reolink eine geöffnete Nebentür. Das System erlernt dieses Szenario und erzeugt eine Alarmmeldung, sobald es erneut erkannt wird.
Die Verarbeitung erfolgt lokal, und die für die Erkennung verwendeten Daten verbleiben im Gerät. Für diese Funktion ist ein Firmware-Update vorgesehen, mindestens bis Dezember 2026. Die Erstimplementierung ist für den Home Hub 2 vorgesehen und soll später auch auf ausgewählten eigenständigen Kamerasystemen verfügbar gemacht werden.
Home Hub 2 unterstützt acht Kameras und bis zu 16 TB
Der Home Hub 2 zentralisiert die Aufnahme, Verwaltung und Suche von Videos bis zu acht Reolink-Kameras. Er unterstützt externen Speicher mit bis zu 16 TB und bietet Suchfunktionen in natürlicher Sprache. Dadurch kann der Benutzer eine Person, ein Fahrzeug oder eine Situation beschreiben, um die zugehörigen Sequenzen zu finden, ohne die gesamte Timeline manuell durchsuchen zu müssen.
Die Geräte speichern die Aufnahmen und führen Suchen im lokalen Netzwerk aus. Reolink plant, dieses Gerät im Herbst 2026 auf den Markt zu bringen, hat jedoch Preis und konkretes Datum für Europa noch nicht angekündigt.
TrackFlex WiFi überwacht auch außerhalb des Sichtfelds
Die TrackFlex WiFi verwendet zwei Objektive, 4K-Auflösung und Bewegungserkennung in einem 270-Grad-Bereich dank drei PIR-Sensoren. Sie kann sich 355 Grad drehen, 50 Grad neigen und dem erkannten Objekt automatisch folgen. Zudem verfügt sie über Dual-Band WiFi 6 und die Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren.
Die Quick Event Localization zielt darauf ab, den Kontext vor der Verfolgung zu erhalten, um Aufnahmen zu vermeiden, die beginnen, sobald das Ziel das Bild bereits verlässt. Reolink plant die Einführung dieser Kamera in den USA im vierten Quartal. Die OMVI 2i Ultra wird Ende Oktober erhältlich sein, während Preise und Termine für Spanien noch nicht bestätigt wurden.