Sapphire veröffentlicht Sicherheitsupdate für Radeon RX 7000

Oscar

Sapphire hat Werkzeuge zur Firmwareaktualisierung für acht Modelle seiner Radeon RX 7000 veröffentlicht. Das Unternehmen erläutert, dass die Änderung einer Sicherheitsverbesserung dient, die zusammen mit AMD identifiziert wurde. Die Dateien sind bereits auf der offiziellen Support-Seite nach Modell getrennt aufgeführt und werden von einer Installationsanleitung begleitet.

Zu den unterstützten Modellen gehören die RX 7600, RX 7600 XT, RX 7650 GRE, RX 7700 XT, RX 7800 XT, RX 7900 GRE, RX 7900 XT und RX 7900 XTX. Die Liste deckt das gesamte Spektrum von RDNA‑3-Einsteigerkarten bis hin zu den hochwertigen Sapphire‑Karten ab, erlaubt aber nicht die Nutzung dieser Downloads für Radeon‑Modelle anderer Hersteller. Jeder Hersteller kann spezifische Firmware für seine eigenen Referenzkarten vertreiben.

Sapphire bestätigt das Update, beschreibt den Fehler jedoch nicht

Im Support-Bereich gibt der Hersteller an, dass die neue Firmware eineSicherheitsverbesserung adressiert, die in Zusammenarbeit mit AMD entdeckt wurde. Dort wird keine konkrete Schwachstelle identifiziert, es wird kein CVE-Code veröffentlicht, keine Schweregradbewertung angegeben oder eine Erklärung des korrigierten Mechanismus geliefert. Ebenso wird nicht behauptet, dass das Problem ausgenutzt wurde. Diese Daten lassen sich aus der bloßen Existenz eines Updates nicht ableiten.

Die Beschreibung ist wichtig, denn Sicherheit kann ganz verschiedenartige Probleme umfassen. Ohne einen detaillierten technischen Vorabhinweis wäre es falsch, dem Firmware-Update ein Risiko wie Fernzugriff, Datenverlust oder Veränderung der Karte zuzuschreiben. Fest steht lediglich die Verfügbarkeit des Tools und die Empfehlung, es auf den betroffenen Modellen zu installieren.

Sapphire stellt dieses Update ebenfalls nicht als neue Version des Grafiktreibers dar. Die Firmware befindet sich auf der Karte und die Änderung wird an dieser Komponente vorgenommen. AMD Software: Adrenalin Edition ist das Paket, das im Betriebssystem installiert wird, um die GPU zu verwalten. Es lohnt sich, beide Prozesse zu unterscheiden: Ein Adrenalin-Update bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Firmware der Grafikkarte aktualisiert wird.

Die offizielle Seite bietet für jeden Modellnamen ein separates Paket an. Innerhalb derselben Baureihe gibt es ähnliche Bezeichnungen wie RX 7600 und RX 7600 XT oder RX 7900 XT und RX 7900 XTX. Die richtige Download-Datei auszuwählen erfordert, die genaue Kartenkennung vor dem Öffnen des Installationsprogramms zu prüfen. Die veröffentlichte Liste lässt auch nicht schließen, dass alle Einheiten eines Modells mit derselben Firmwareversion starten: das Tool prüft, ob eine anwendbare Aktualisierung existiert.

Installation in zwei Durchgängen für Radeon RX/PRO 7000

Die Sapphire-Anleitung verlangt eine vorherige Installation des AMD Adrenalin Edition-Treibers und eine Zeitreserve von etwa 15 bis 20 Minuten für den Vorgang. Der Aktualisierer wird mit Administratorrechten ausgeführt, erkennt die vorhandenen AMD-GPUs und zeigt das Update an, wenn es an der Reihe ist. Nach der Anwendung wird ein Neustart des Computers verlangt.

Die Besonderheit der Radeon RX/PRO 7000 besteht darin, dass das Werkzeug in zwei Durchgängen arbeitet: einmal im Normalmodus und einmal im abgesicherten Modus. Dieses Verhalten gehört zum beschriebenen Verfahren und soll verhindern, dass der zweite Durchlauf fälschlicherweise als Fehler oder als eigenständiges Update interpretiert wird. Um den Ablauf korrekt zu befolgen, ist die Referenz die von Sapphire zusammen mit den Downloads bereitgestellte Anleitung und kein allgemeines Verfahren zur Änderung der BIOS einer GPU.

Nach Abschluss lässt sich die Firmware-Version in AMD Adrenalin überprüfen. Diese Überprüfung ist sinnvoll, denn ein Neustart allein zeigt nicht, welche Version installiert wurde. Falls das Tool meldet, dass keine Aktualisierung verfügbar ist, sollte man auch kein Update eines anderen Modells erzwingen.

Wie bei jeder Firmware-Änderung kann ein Abbruch des Vorgangs die Wiederherstellung der Grafikkarte erschweren. Die offizielle bereitgestellte Information verspricht nicht, dass ein Fehler während des Prozesses unmöglich ist. Daher ist es ratsam, die vorgesehenen zwei Durchgänge vollständig abzuschließen und bis zur endgültigen Bestätigung der Version weiterhin Zugang zur Installationsanleitung zu behalten. Es gibt auch keinen Grund, das Sapphire-Tool durch Programme Dritter zu ersetzen, solange der Hersteller ein spezielles Tool bereitstellt.

Umfang der Liste und offene Fragen

Die Meldung betrifft Sapphire‑Grafikkarten der Radeon‑RX‑7000‑Serie, nicht einfach aufgrund desselben Herstellers die Radeon RX 9000. Im offiziellen Support, der eingesehen wurde, tauchen keine äquivalenten Downloads für diese RX 9000 in diesem Hinweis auf. Besitzer RDNA‑3‑Karten anderer Hersteller müssen sich an deren jeweilige Support-Seiten wenden und prüfen, ob dort eine eigene Mitteilung veröffentlicht wird.

Der Hersteller hat nicht ausgeführt, ob er später ein technisches Bulletin mit der Schwachstellenkennung oder mit deren Ausnutzungsbedingungen veröffentlichen wird. Bis dahin wäre es spekulativ, die Aktualisierung einem bestimmten Angriff zuzuordnen oder deren Schweregrad festzulegen.

Die acht Werkzeuge stehen bereits auf der offiziellen Firmware- und Sicherheitsseite von Sapphire zur Verfügung. Die noch ausstehende Angabe, um den Umfang des Problems genauer einschätzen zu können, ist die technische Beschreibung dessen, was sie beheben.