Google hat offiziell auf eine hochkarätige Klage wegen „Stimmendiebstahls“ des erfahrenen Rundfunksprechers David Greene reagiert und kategorisch bestritten, dass das Unternehmen seine Stimme für sein KI-Tool NotebookLM missbraucht habe. Der Technologieriese sieht sich einer zunehmenden Prüfung der Art und Weise ausgesetzt, wie er synthetische Personas entwickelt. Dennoch behauptet das Unternehmen, dass die vom ehemaligen NPR-Moderator behaupteten Ähnlichkeiten rein zufällig und rechtlich unbegründet seien.
Googles Antwort auf die Klage wegen Stimmdiebstahls von David Greene für NotebookLM
Laut Google-Sprecher José Castañeda ist die männliche Stimme in den „Audio Overviews“ von NotebookLM kein digitaler Klon von Greene. Vielmehr ist es das Ergebnis einer legitimen kommerziellen Partnerschaft. Google stellt klar, dass es speziell einen bezahlten professionellen Schauspieler engagiert hat, um das Quellmaterial für die Lieferung des AI-Hosts bereitzustellen.
Google möchte sich von den „Scraping“- oder „Mimikry“-Vorwürfen distanzieren, die andere KI-Unternehmen in letzter Zeit geplagt haben. Es ist ein Schritt in diese Richtung, seine Verteidigung auf den Einsatz vertraglich gebundener Talente zu stützen. Das Unternehmen behauptet, dass der Entwicklungsprozess branchenüblichen Praktiken entsprach und menschliche Aufnahmesitzungen statt unbefugter Stimmextraktion umfasste.
Kontext: Die Ansprüche hinter der Klage
Die Antwort kommt, nachdem David Greene in Kalifornien eine Klage eingereicht hat. Greene, eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Radios für seine Arbeit an der Morning Edition, behauptet, dass die KI von Google seine „unverwechselbare Stimme, seinen Rhythmus und seine Persönlichkeit“ nachahmt.
Nachdem er die automatisierten Podcast-Zusammenfassungen des Tools gehört hatte, erklärte Greene, dass ihn die Ähnlichkeit zutiefst beunruhige. Er bemerkte auch, dass sogar Freunde und Familie die KI mit ihm verwechselten. Die Klage legt nahe, dass Google versucht hat, aus seiner jahrzehntelangen Karriere Kapital zu schlagen, um NotebookLM ein Gefühl journalistischer Autorität zu verleihen. Die jüngsten Aussagen von Google zielen jedoch darauf ab, diesem Narrativ ein Ende zu setzen, indem sie die gesamte Beschwerde als „haltlos“ bezeichnen.
Googles Haltung kommt kurz nachdem OpenAI ähnliche Kritik von der Schauspielerin Scarlett Johansson erhalten hat. In diesem Fall wählte das Unternehmen eine Stimme aus, die der Schauspielerin sehr ähnelte, obwohl sie angeblich auf einer anderen Person basierte.