US-Vertragsarbeiter verklagen Google, um mit ihrer Gewerkschaft zu verhandeln

Oscar

In letzter Zeit waren die Regulierungsbehörden nicht die einzigen Gegner von Google vor Gericht. Das Unternehmen war auch mit einer Klage im Arbeitsbereich konfrontiert. Jetzt steht Google vor einer weiteren Klage von US-Vertragsarbeitern, die behaupten, dass der Riese aus Mountain View tatsächlich ihr Arbeitgeber sei und daher im Falle einer möglichen Änderung der Arbeitsbedingungen mit der Gewerkschaft seiner Auftragnehmer verhandeln müsse.

Vertragsarbeiter sagen, Google solle mit der Gewerkschaft ihrer Auftragnehmer verhandeln

Google beschäftigt nicht nur direkte Mitarbeiter, die an seinen Produkten und Dienstleistungen arbeiten. Es gibt einige, wie zum Beispiel KI-basierte Entwicklungen, die noch mehr Personal für Aufgaben wie Output-Bewertung und mehr erfordern. Für ähnliche Fälle greift Google auf Auftragnehmer zurück, die ihnen externes Personal anvertrauen. Allerdings ist eine Gruppe dieser Arbeitnehmer der Ansicht, dass Google zusammen mit dem Auftragnehmer als „gemeinsamer Arbeitgeber“ gilt.

Das National Labour Relations Board reichte eine Beschwerde gegen Google ein, um dessen Arbeitsverhältnis mit 50 in San Francisco ansässigen Mitarbeitern für die Erstellung von Inhalten anzufechten. Diese Arbeitskräfte wurden vom Auftragnehmer Accenture Flex, einem IT-Unternehmen, bereitgestellt. Kayla Blado, Vorstandssprecherin, sagt jedoch, dass diese Arbeitnehmer für den Beitritt zur Alphabet Workers Union im Jahr 2023 gestimmt haben. Sie gab auch bekannt, dass sie mögliche Änderungen der Arbeitsbedingungen prüfen, ohne vorher mit ihrer Gewerkschaft zu verhandeln.

Sollte das Urteil zu Ungunsten von Google ausfallen, müsste sich das Unternehmen wie mit seinen eigenen Mitarbeitern zusammensetzen und verhandeln. Dem Unternehmen drohen auch mögliche Sanktionen, wenn Verstöße gegen das Bundesarbeitsrecht festgestellt würden.

Google war bereits mit einem ähnlichen Fall konfrontiert

Google sah sich mit einer für das Unternehmen ungünstigen Entscheidung einer ähnlichen Situation gegenüber. Anfang 2024 entschied ein Richter, dass das Unternehmen direkt mit einer Gruppe von Arbeitnehmern bei YouTube Music verhandeln müsse. Diese Arbeitnehmer waren bei einer anderen Personalvermittlungsfirma beschäftigt. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, da Google Ende Januar die Möglichkeit haben wird, Berufung einzulegen.

Es ist möglich, dass der Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident positiv für das Unternehmen sein wird. Die neue Regierung würde die NLRB ändern, um den Unternehmen mehr Garantien zu geben. Darüber hinaus gibt es einen Präzedenzfall für die Aufhebung einer NLRB-Regel, die es Mitarbeitern erleichtert, Unternehmen für ihre Verträge zur Rechenschaft zu ziehen, selbst wenn sie von externen Firmen kamen.