X antwortet mit Gegenklage, da Bluebird Twitter-Marke beansprucht

Oscar

Elon Musks Social-Media-Firma X hat insgeheim seine Nutzungsbedingungen überarbeitet, um das Eigentum an der Marke Twitter zu bekräftigen, und zwar als Gegenklage gegen eine neue Markenanfechtung durch ein Startup namens Operation Bluebird. Der Schritt gibt eine klare Antwort auf die Frage, ob X den Namen Twitter nach seiner Umbenennung im Jahr 2023 aufgegeben hat.

X reicht Gegenklage gegen Bluebird wegen Twitter-Marke ein

Operation Bluebird, ein neues Startup, hatte kürzlich beim US-Patent- und Markenamt eine Petition eingereicht, in der es argumentierte, dass X mit der Umbenennung der Plattform auf die Marke Twitter verzichtet habe. In der Petition wird auch auf einen Beitrag von Musk vom Juli 2023 verwiesen, in dem es hieß, die Plattform werde sich bald von der Marke Twitter verabschieden. Aufgrund der folgenden Informationen beantragen die Inhaber des Startups die Übertragung der Marke Twitter auf sie.

In der Petition wird argumentiert, dass die Marke nach US-Recht zu verlassenem Eigentum wird, da der Eigentümer sie nicht mehr nutzt. Allerdings hat X nun mit einer Gegenklage reagiert. Der Social-Media-Riese erwähnt in seiner Argumentation, dass er das Eigentum an den Markenzeichen Twitter, Tweet oder Bluebird-Logo nie aufgegeben habe.

Laut X bedeutet die Umbenennung der Plattform nicht, dass die ursprüngliche Marke aufgegeben wird

X hat in seiner Antwort auch darauf hingewiesen, dass die Umbenennung eines Produkts nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf geistiges Eigentum sei. Dadurch soll verhindert werden, dass Dritte den verbleibenden Markenwert ausnutzen. Um seine Position zu stärken, hat das Unternehmen außerdem seine Nutzungsbedingungen (ToS) aktualisiert. Die aktualisierten Nutzungsbedingungen treten ab dem 15. Januar 2026 in Kraft. Sie verbieten ausdrücklich die Verwendung von X- und Twitter-Branding ohne Zustimmung.

Die Operation Bluebird wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die alte Twitter-App „wiederzubeleben“. Das Startup wird von zwei Anwälten geleitet, darunter dem Gründer Michael Peroff und dem ehemaligen Twitter-Markenanwalt Stephen Coates. Sie haben bereits mit der Werbung für das Branding „Twitter.new“ begonnen und sogar Frühanmeldungen gesammelt. Ihr Erfolg scheint derzeit sehr unwahrscheinlich.