Letzte Woche wählte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump seinen Vizekandidaten. Es handelt sich um den Senator von Ohio, JD Vance, und nun erfahren wir einiges mehr über ihn, unter anderem die Tatsache, dass er Google zerschlagen will.
Anfang des Jahres twitterte Vance, es sei an der Zeit, „Google zu zerschlagen“. Er fügte hinzu: „Das ist viel wichtiger als jedes andere Thema der Wahlintegrität. Die monopolistische Kontrolle über die Informationen in unserer Gesellschaft liegt bei einem ausgesprochen progressiven Technologieunternehmen.“
Warum ist Vance so gegen Big Tech, einschließlich Google? Einer der Gründe liegt in der Annahme, dass Unternehmen wie Google die Kontrolle darüber haben, was die Menschen online sagen und posten können. Er hat auch behauptet, dass die Wähler bei Google Ergebnisse sehen würden, die „ausdrücklich zugunsten der Demokraten verzerrt“ sein könnten, was laut Vance eine „Bedrohung für die Demokratie“ sei.
Selbst wenn Trump-Vance die Wahlen im Herbst gewinnt, ist die Zerschlagung von Google keine ausgemachte Sache.
Wenn Trump und Vance im November gewinnen, heißt das nicht, dass Google zerschlagen wird. Aber man sollte bedenken, dass dies ein parteiübergreifendes Thema ist. Tatsächlich hat die Senatorin von Massachusetts, Elizabeth Warren, ihren Präsidentschaftswahlkampf 2020 mit der Zerschlagung der großen Technologieunternehmen und der Verpflichtung der Reichen, ihren gerechten Anteil an Steuern zu zahlen, geführt. Dies ist also ein Thema, bei dem sich sowohl Demokraten als auch Republikaner einig sind – was ziemlich selten vorkommt.
Vance im Weißen Haus könnte jedoch in Zukunft zu weiteren Diskussionen über die Zerschlagung großer Technologieunternehmen wie Google führen. Allerdings könnte Vance hier auch in einen Interessenkonflikt geraten, da er Investor der Video-Sharing-Plattform Rumble ist. Diese hat mehrere Klagen gegen Google eingereicht. Diese Klagen drehen sich darum, dass Google YouTube in den Suchergebnissen bevorzugt. Natürlich ist dies nicht das erste Mal, dass Google seine eigenen Produkte in den Suchergebnissen gegenüber der Konkurrenz bevorzugt, und es wird wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein.
Wie immer ist die Gefahr einer Zerschlagung der großen Technologieunternehmen ein großes Thema, wenn die Präsidentschaftswahlen vor der Tür stehen. Die eigentliche Frage ist nun, ob es diesmal mehr als nur Gerede sein wird?