Google hat seinen Passwort-Manager mit einem fehlerhaften Update kaputt gemacht

Oscar

Google hat versehentlich seinen Passwort-Manager kaputt gemacht, sodass Millionen von Nutzern nach ihren Anmeldedaten suchen mussten. Der Suchriese hat sich für ein kleines, aber fehlerhaftes Update entschuldigt, das insbesondere den Chrome-Webbrowser für Windows betraf.

Chrome-Nutzer können den Passwort-Manager von Google nicht verwenden

Millionen von Windows-Benutzern waren verwirrt, weil ihr Chrome-Webbrowser sich weigerte, gespeicherte Passwörter abzurufen und einzugeben. Einige Benutzer gaben dem Betriebssystem die Schuld, während viele andere den Chrome-Webbrowser verfluchten.

Die Unfähigkeit von Chrome, Benutzernamen und Passwörter zu verwalten, rührte von Googles standardmäßigem Passwort-Manager für den Webbrowser her. Konkret war die M127-Version des Chrome-Browsers für Windows OS betroffen.

Google hat das Problem in seinem Passwort-Manager behoben. Allerdings konnten Windows-Benutzer, die den Chrome-Webbrowser verwendeten, fast 18 Stunden lang nicht auf ihre gespeicherten Passwörter zugreifen.

Google gab in einer Erklärung an, dass die Ursache des Problems „eine Änderung des Produktverhaltens ohne angemessenen Funktionsschutz“ sei. Einfach ausgedrückt: Google hat ein fehlerhaftes Update veröffentlicht, das die Funktionalität des Passwort-Managers beeinträchtigte.

Mehrere Benutzer stellten fest, dass der Passwort-Manager von Google ein ungültiges Passwort übermittelte. In der Annahme, dass der Passwort-Manager ordnungsgemäß funktionierte, übermittelten einige Benutzer ihre Anmeldedaten, konnten sich jedoch nicht anmelden.

Mehrere Websites, Onlinedienste und Webplattformen meldeten einfach „Benutzername oder Passwort falsch“. Dies muss Benutzer dazu veranlasst haben, auf die Schaltfläche „Passwort vergessen oder zurücksetzen“ zu klicken, selbst wenn ihre Anmeldeinformationen funktionierten.

Google Password Manager wiederhergestellt, aber das Vertrauen der Benutzer erschüttert?

Google hat einen Notfall-Fix herausgegeben und bestätigt, dass der Passwort-Manager normal funktioniert. Solche Störungen würden jedoch zweifellos das Vertrauen der Nutzer beeinträchtigen.

Microsoft Windows 10 war kürzlich auf rund 8,5 Millionen Computern weltweit abgestürzt. Interessanterweise war auch für diesen Ausfall ein fehlerhaftes Update die Ursache. Im Fall von Google gehen grobe Schätzungen davon aus, dass etwa 15 bis 17 Millionen Menschen von dem fast eintägigen Ausfall betroffen gewesen sein könnten.

Solche Störungen haben einmal mehr die Notwendigkeit mehrerer Backups unterstrichen. Darüber hinaus haben mehrere Experten den Benutzern geraten, Geräte mit alternativen Betriebssystemen wie Linux und zuverlässigen Apps zum Speichern und Verwalten ihrer Anmeldeinformationen zu verwenden.