Vor Kurzem kam es erneut zu einem mehrstündigen Ausfall der Dienste und Server von Microsoft. Dies geschah kurz nach einem Windows-BSOD-Problem, das Millionen von PCs auf der ganzen Welt betraf. Nun hat das Unternehmen den Grund für den jüngsten Ausfall bekannt gegeben und sich damit schuldig bekannt.
Beliebte Produkte wie Outlook und Minecraft waren unter anderem vom jüngsten Serverabsturz bei Microsoft betroffen. Einem offiziellen Bericht zufolge war der Grund für den Ausfall ein DDOS-Angriff. Diese Art von Angriff basiert darauf, einen Server mit unzähligen gleichzeitigen Anfragen zu überlasten, bis er offline geht. Man könnte meinen, dass ein Unternehmen wie Microsoft gegen so etwas praktisch immun wäre, aber das war nicht der Fall.
Microsoft gibt Fehler beim jüngsten Serverausfall zu
Allerdings räumte Microsoft auch seine Schuld an der Situation ein. Im Bericht heißt es: „Während der ursprüngliche Auslöser ein Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS) war, deuten erste Untersuchungen darauf hin, dass ein Fehler bei der Implementierung unserer Abwehrmaßnahmen die Auswirkungen des Angriffs verstärkte, anstatt sie abzumildern.“ Die Maßnahmen, die das Unternehmen als Reaktion auf den Angriff ergriffen hatte, richteten also mehr Schaden als Nutzen an.
Aufgrund der fehlerhaften Implementierung von Abwehrsystemen gegen den Angriff dauerte der Ausfall der Microsoft-Dienste bis zu 10 Stunden. Anders als beim Windows-Ausfall, der auf rund 8,5 Millionen PCs weltweit einen Bluescreen verursachte, liegt die Schuld diesmal beim Riesen aus Redmond. Der vorherige Ausfall war das Ergebnis einer fehlerhaften Update-Einführung durch CrowdStrike, ein Unternehmen für Cybersicherheitslösungen.
Verschiedene Websites und Plattformen waren betroffen
Die Situation betraf nicht nur Microsoft-Dienste, sondern auch Websites, Plattformen und Organisationen, deren Systeme auf Azure-Servern basieren. Dazu gehören Banken, Gerichte, Krankenhäuser und sogar Fußballmannschaften.
Microsoft entschuldigte sich in einem Beitrag auf X für den Vorfall und bestätigte die Implementierung eines Fixes. Sie sagten auch, dass sie die Entwicklung der Ereignisse weiterhin aufmerksam verfolgen würden. Derzeit zeigt die Statusseite von Microsoft an, dass alle Dienste des Unternehmens einsatzbereit sind. Es scheint also, dass jetzt alles unter Kontrolle ist.