FCC schlägt neue Regeln zur Bekämpfung KI-generierter Robocalls vor

Oscar

Die Federal Communications Commission (FCC) hat einen wichtigen Schritt unternommen, um Verbraucher vor der wachsenden Bedrohung durch KI-generierte Robocalls und Robotexts zu schützen. Am Mittwoch schlug die FCC neue Regeln vor, die den Einsatz künstlicher Intelligenz in dieser Kommunikation regeln. Der Vorschlag geht auf die zunehmenden Bedenken hinsichtlich betrügerischer Aktivitäten und Betrügereien ein, bei denen KI-Technologie ausgenutzt wird, um die Öffentlichkeit zu täuschen und falsch zu informieren.

Klare Definitionen und Offenlegungen der FCC für KI-Robocalls

Die vorgeschlagenen Regeln der FCC enthalten klare Definitionen für KI-generierte Anrufe. Sie verlangen von Anrufern, dass sie die Verwendung von KI offenlegen, wenn sie zuvor die ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher einholen. Das bedeutet, dass ein Unternehmen oder eine Einrichtung, bevor sie KI-generierte Anrufe oder Texte senden kann, den Empfänger über ihre Absicht informieren muss, diese Technologie zu verwenden. Die Regeln schreiben außerdem vor, dass jeder KI-generierte Anruf eine Offenlegung enthalten muss, damit Verbraucher diese Anrufe in Echtzeit identifizieren können. Diese Maßnahme bietet eine zusätzliche Schutzebene, die es Einzelpersonen ermöglicht, Anrufe zu vermeiden, die ein höheres Betrugsrisiko bergen können.

Neben der Offenlegungspflicht möchte die FCC auch Technologien unterstützen, die Verbraucher auf von KI generierte Robocalls und Robotexts aufmerksam machen können. Diese Technologien würden eine entscheidende Rolle dabei spielen, Verbrauchern dabei zu helfen, zwischen legitimen und potenziell schädlichen Nachrichten zu unterscheiden. Indem die FCC die Entwicklung solcher Tools fördert, möchte sie Verbraucher in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen über die Anrufe und SMS zu treffen, die sie erhalten.

Der Vorschlag enthält auch Bestimmungen zum Schutz der positiven Nutzung von KI. Die FCC erkennt an, dass KI-Technologie Menschen mit Behinderungen erheblich zugute kommen kann, indem sie ihre Fähigkeit verbessert, Telefonnetze zu nutzen. Die neuen Regeln sollen sicherstellen, dass diese vorteilhaften Anwendungen von KI weiterhin erfolgreich sein können, ohne dass das Risiko einer Haftung gemäß dem Telephone Consumer Protection Act (TCPA) besteht.

Bekämpfung von KI-generierten Betrügereien und Fehlinformationen

Die von der FCC vorgeschlagenen Regeln zu KI-Robocalls sind Teil einer umfassenderen Anstrengung zur Bekämpfung von KI-generierten Betrügereien und Fehlinformationen. Vor kurzem hat die FCC eine Feststellungsklage erlassen, in der klargestellt wird, dass die Verwendung von Stimmklontechnologie bei Robocall-Betrug illegal ist, es sei denn, der Angerufene hat zuvor ausdrücklich zugestimmt oder es gilt eine Ausnahmeregelung. Die Kommission hat außerdem erhebliche Geldstrafen für Unternehmen vorgeschlagen, die KI-generierte Stimmklonierung und Anrufer-ID-Spoofing verwenden, um Wahlfehlinformationen zu verbreiten.

Die neuen Regeln bauen auf diesen Maßnahmen auf und führen Transparenzstandards für politische Werbung im Radio und Fernsehen ein, die KI-Technologie nutzt. Dies ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass die Verbraucher sich voll und ganz darüber im Klaren sind, wann KI eingesetzt wird, um ihre Entscheidungen zu beeinflussen, insbesondere im Zusammenhang mit Wahlen.

Die Bekanntmachung der FCC zur vorgeschlagenen Regelsetzung lädt die Öffentlichkeit ein, zu den vorgeschlagenen Regeln Stellung zu nehmen. Die Kommission bittet um Input zu den Definitionen von KI-generierten Anrufen, der Wirksamkeit der erforderlichen Offenlegungen und den möglichen Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen. Darüber hinaus hat die FCC eine Bekanntmachung zur Untersuchung herausgegeben, um mehr Informationen über neue Technologien zu sammeln, die Verbraucher auf unerwünschte und illegale KI-generierte Anrufe und Texte aufmerksam machen könnten.