Ehemaliger CPO von OSOM reicht Klage ein und behauptet, der Gründer habe sich teuren Lebensstil gegönnt

Oscar

„OSOM wird von seinem ehemaligen Chief Privacy Officer vor Gericht gezerrt. In der Klage wird behauptet, OSOMs Gründer und CEO Jason Keats habe riesige Summen ausgegeben, um seinen verschwenderischen Lebensstil zu finanzieren.

Aus der Asche von Essential entstanden, steht auch OSOM vor dem finanziellen Ruin?

Während OSOM vielleicht kein bekannter Name ist, wird Ihnen das Essential Phone sicherlich bekannt vorkommen. Das Unternehmen hinter diesem minimalistischen, aber voll funktionsfähigen Smartphone konnte nicht überleben und wurde 2020 geschlossen.

Die Technikwelt feierte das Essential Phone für sein Design und seinen langfristigen Software-Support. Die Leistung des Geräts in der Praxis entsprach jedoch nicht den Erwartungen und es verkaufte sich sehr schlecht, was Essential im Jahr 2020 zur Schließung des Geschäfts zwang.

OSOM, das laut Angaben des Unternehmens für „Out of Sight, Out of Mind“ (Aus den Augen, aus dem Sinn) steht, wurde von mehreren ehemaligen Mitarbeitern von Essential gegründet. Das Unternehmen versprach zwei Smartphones: Saga Phone und OV1. Diese Smartphones sollten mit dem Android-Betriebssystem laufen. Beide stießen jedoch auf keine respektable Resonanz und scheiterten.

OSOM steckt nun in finanziellen Schwierigkeiten und ein ehemaliger Mitarbeiter hat behauptet, der CEO und Gründer des Unternehmens sei schuld. Konkret hat OSOMs Gründer und „Chief Hooligan“ Jason Keats den früheren Gründer von Essential, Andy Rubin, vom Unternehmen ferngehalten, aber mehrere ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens eingestellt.

Warum hat der ehemalige OSOM-CPO Klage eingereicht?

Die ehemalige Datenschutzbeauftragte von OSOM, Mary Ross, hat Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Ross, die das Unternehmen laut ihrem LinkedIn-Profil im Mai 2024 verlassen hat, hat das Gericht Berichten zufolge gebeten, die Bücher und Unterlagen von OSOSM zu prüfen.

Ziel der Klage gegen OSOM ist insbesondere, Jason Keats finanzielle Misswirtschaft nachzuweisen. Android-Autorität Ross hat die Gerichtsdokumente geprüft und es scheint, dass er behauptet, Keats habe seine Position im Unternehmen missbraucht, um Gelder zu veruntreuen.

In der Klage wird behauptet, er habe zwei Lamborghinis gekauft, sein Rennsporthobby finanziert, das Gehalt seines Rennpartners bezahlt, mehrere First-Class-Reisetickets abgerechnet, seine Hypothek bezahlt und vieles mehr. Neben diesen Vorwürfen behauptet die Klage auch, OSOM stehe kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch.

Ross behauptet, die Ressourcen des Unternehmens seien erschöpft und das Unternehmen müsse zusätzliches Kapital aufbringen, um zu überleben. Wie erwartet hat OSOM diese Vorwürfe zurückgewiesen. Das Unternehmen versichert, dass es alle Vorwürfe vor Gericht widerlegen wird.