Die US-Wahlen rücken immer näher und die Kandidaten haben bereits viele ihrer Vorschläge bekannt gegeben. Die möglichen Maßnahmen im wirtschaftlichen Bereich wecken aufgrund ihrer möglichen Auswirkungen nicht nur im Land, sondern weltweit besondere Erwartungen. Eine neue Studie hat abgeschätzt, wie hoch die potenziellen Preissteigerungen bei Unterhaltungselektronik in den USA nach den von Trump vorgeschlagenen Zöllen wären.
Trump will einen protektionistischen Ansatz gegenüber der US-Wirtschaft beibehalten
Während seiner ersten Amtszeit verfolgte Donald Trump eine protektionistische Wirtschaftspolitik. Dabei wird versucht, die inländische Produktion und den inländischen Konsum durch die Erhebung von Zöllen auf ausländische Produkte oder Technologien zu fördern. Die Trump-Administration führte die ersten strengen Wirtschaftsbeschränkungen gegen Huawei ein und löste damit einen Handelskrieg gegen China aus. Dann setzte die Biden-Regierung diesen Weg fort und verschärfte sogar die Härte der Sanktionen.
Mit Blick auf eine mögliche zweite Amtszeit können wir davon ausgehen, dass Trump die gleiche Linie verfolgen wird. Tatsächlich hat der Präsidentschaftskandidat bereits einige mögliche Zölle bekannt gegeben, die er auf ausländische Technologie einführen würde. Wie in der ersten Phase würden sie besonders hart gegen Produkte aus China vorgehen. Allerdings veröffentlichte die Consumer Technology Association (CTA) einen Bericht mit Schätzungen zu den potenziellen Preiserhöhungen für Unterhaltungselektronik, die Trumps neue Zölle mit sich bringen würden.
Die potenziellen Preiserhöhungen, die Trumps neue Zölle mit sich bringen würden
Die Forschung des CTA konzentriert sich hauptsächlich auf zwei von Trump vorgeschlagene Zölle. Es gibt einen Zoll von 10–20 % auf Importe aus allen Ländern und einen Zoll von 60 % auf Importe aus China. Dem Bericht zufolge würden diese neuen Tarife potenzielle Preissteigerungen von 46 % bei Laptops und Tablets, 40 % bei Videospielkonsolen und 26 % bei Smartphones mit sich bringen.
Das CTA stützt die Ergebnisse seiner Forschung auf die starke Präsenz chinesischer Technologie auf dem US-Verbrauchermarkt. Dies macht sich vor allem im PC-Hardware-Segment bemerkbar. Die Untersuchung deutet auch darauf hin, dass der 60-prozentige Zoll auf chinesische Importe möglicherweise Trumps Ziele untergraben könnte. Der CTA geht davon aus, dass dies dazu führen wird, dass große Technologieunternehmen ihre Produktion in andere Länder verlagern. Darüber hinaus würden mögliche Preiserhöhungen das öffentliche Interesse am Kauf neuer Produkte beeinträchtigen.