Google und das DOJ brachten ihre letzten Argumente im Fall des Ad-Tech-Monopols gegen den Technologieriesen vor. Dabei sagte das DOJ, dass Google „einmal, zweimal, dreimal ein Monopolist“ sei.
Während der letzten Argumente im Fall des Ad-Tech-Monopols erklärte das Justizministerium, Google sei ein klarer Monopolist
Google und das Justizministerium trafen sich erneut in Alexandria, Virginia, oder besser gesagt in einem dortigen Gerichtssaal. Sie haben sich ein letztes Mal getroffen, bevor das Urteil gefällt wird.
Die Schlussplädoyers dauerten rund drei Stunden. Anwälte beider Seiten trugen ihre Schlussplädoyers vor der Richterin des US-Bezirksgerichts Leonie Brinkema vor. Ihre Entscheidung wird für Ende dieses Jahres erwartet.
Wenn sie am Ende entscheidet, dass Googles Ad-Tech-System ein Monopol ist, wird ein zweiter Prozess folgen, in dem es um Abhilfemaßnahmen geht. An diesem Punkt befindet sich Google in seinem zweiten Versuch, den das Unternehmen im Zusammenhang mit der Google-Suche verloren hat.
Wie viele von Ihnen wissen, argumentierte das Justizministerium, dass Google seine Reihe von Ad-Tech-Produkten genutzt habe, um Website-Betreiber und Werbetreibende unter Druck zu setzen. Google argumentierte, dass es der Konkurrenz durch andere ausgesetzt sei und keine Geschäfte mit der Konkurrenz abschließen sollte.
Die Richterin fragte sich, was das DOJ sagen würde, wenn es in einer bestimmten Frage mit Google einer Meinung wäre
Das DOJ wurde vom Richter gefragt, warum es (während des Prozesses) den Großteil seiner Aufmerksamkeit auf Verleger richtete und Zeugen von Werbeagenturen berief und nicht auf die Werbetreibenden selbst. Der Anwalt des Justizministeriums, Aaron Teitelbaum, sagte, dass die Probleme der Verlage mit Google sehr gut auf wettbewerbswidriges Verhalten hinweisen könnten.
Die Regierung und Google präsentierten zwei unterschiedliche Sichtweisen auf das Werbemarktgeschäft von Google. Das DOJ argumentierte, dass Google in drei Märkten tätig sei, während Google es als einen einzigen, aber zweiseitigen Markt betrachte. Der Richter schien in diesem Fall eher mit dem DOJ übereinzustimmen.
Apropos: Die Richterin fragte das DOJ auch, wie es zu gewinnen versuchen würde, wenn sie entscheiden würde, dass Google in einem einzigen, zweiseitigen Markt tätig sei. Die Regierung sagte, dass das Gericht selbst in diesem Szenario direkte Beweise für die Monopolmacht finden könnte.
Wie bereits erwähnt, wird die endgültige Entscheidung noch vor Jahresende fallen.