Der Perplexity-Manager könnte im Google-Kartellverfahren zur Aussage aufgefordert werden

Oscar

Als Technologieriese war Google im Laufe der Jahre Gegenstand mehrerer Kartellverfahren. Der jüngste Kartellrechtsfall gegen das US-Justizministerium könnte der bisher größte und potenziell verheerendste sein. So sehr, dass das DOJ einen Perplexity-Manager als Zeuge im Google-Kartellverfahren einladen möchte.

Ratlosigkeit der Führungskraft zur Aussage

Einem Reuters-Bericht zufolge will das DOJ Dmitry Shevelenko anrufen. Shevelenko ist derzeit Chief Business Officer von Perplexity, einem 9-Milliarden-Dollar-Startup für die KI-Suche.

Das Interesse des DOJ an Perplexity besteht darin, dass Perplexity ähnlich wie die ChatGPT-Suche von OpenAI KI verwendet, um direkte Antworten auf Suchanfragen anzubieten. Dies steht im Gegensatz zur Suchmaschine von Google, die normalerweise Links zu Websites anbietet, von denen sie glaubt, dass Sie die Informationen finden könnten. Google hat auf diese KI-basierten Suchanfragen inzwischen mit einem eigenen Tool in Form von AI Overviews reagiert, das teilweise seltsame Antworten liefert.

Von Shevelenko wird erwartet, dass er zu Fragen dazu aussagt „Beziehung generativer KI zu Suchzugangspunkten, Verteilung, Eintritts- und Expansionsbarrieren und Datenaustausch.“ Der Begriff „Suchzugriffspunkte“ bezieht sich im Wesentlichen auf Software wie Google Chrome, also Orte, an denen Benutzer im Internet suchen können.

Das DOJ hofft wahrscheinlich, dass Shevelenkos Aussage seinem Kartellverfahren gegen Google helfen wird, indem es deutlich macht, dass Google das Suchgeschäft im Wesentlichen monopolisiert. Dies könnte wiederum zu möglicherweise höheren Strafen führen.

Kartellrechtsverfahren gegen Google

Kartellrechtsfälle sind für Google kein Unbekannter. Das jüngste Kartellverfahren gegen das Unternehmen könnte jedoch verheerende Folgen haben. Um das Marktmonopol von Google zu reduzieren, hat das DOJ einige ziemlich radikale Lösungen vorgeschlagen.

Eine dieser Lösungen könnte darin bestehen, Google in kleinere, unabhängige Einheiten aufzuteilen. Dies könnte Google dazu zwingen, einige seiner Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Dazu gehören Chrome, Android und Google Play.

Es überrascht nicht, dass Google von diesen Vorschlägen nicht besonders begeistert ist. Das Unternehmen entgegnete, die Abspaltung einiger seiner Produkte könne diese „zerstören“. Google fügte außerdem hinzu, dass nicht viele andere Unternehmen den Anreiz oder die Möglichkeit hätten, diese Produkte kostenlos anzubieten.

Davon abgesehen könnte „kostenlos“ eine interessante Formulierung sein. Es ist kein Geheimnis, dass Google in hohem Maße auf die Daten seiner Nutzer angewiesen ist, um Einnahmen durch Werbung zu erzielen. Es nutzt auch Benutzerdaten für das KI-Training. Letztendlich „bezahlen“ die Nutzer also immer noch dafür, wenn auch auf andere Weise.