Apple willigt ein, 95 Millionen US-Dollar zu zahlen, um die Datenschutzklage gegen Siri beizulegen

Oscar

Im Jahr 2019 reichten Verbraucher eine Sammelklage gegen Apple wegen der rechtswidrigen und vorsätzlichen Aufzeichnung der Interaktionen des Siri-Assistenten ein. Jetzt geht der Fall endlich zu Ende, da Apple zugestimmt hat, 95 Millionen US-Dollar für die Beilegung der Siri-Datenschutzklage zu zahlen. Bemerkenswert ist, dass Apples jahrelanger Rechtsstreit um Siri mit einem Vergleich endet, berichtet Reuters.

Die Kläger warfen Apple vor, Siri-Gespräche ohne Zustimmung der Nutzer aufzuzeichnen.

Berichten zufolge muss der US-Bezirksrichter Jeffery White dem Vergleich zunächst vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, zustimmen. Allerdings hat Apple die Vergleichsvereinbarung bereits am Dienstagabend vorgelegt. Den Klageunterlagen zufolge hat Apple zugestimmt, den Klägern 95 Millionen US-Dollar für den Siri-Datenschutzvergleich zu zahlen. Insbesondere warfen die Nutzer Apple vor, Siri-Gespräche ohne ihre Zustimmung im Jahr 2019 aufgezeichnet zu haben.

Darüber hinaus wird in der Klage behauptet, dass die externen Auftragnehmer von Apple „regelmäßig vertrauliche medizinische Informationen, Drogengeschäfte und Aufzeichnungen von Paaren hören, die private Zeit miteinander verbringen“, während sie an der Qualitätskontrolle von Siri arbeiten.

Insbesondere müssen Benutzer ein bewusstes Wort sagen, um Siri zu aktivieren. Apple gab an, nur einen kleinen Teil der Siri-Aufzeichnungen an Drittanbieter weitergegeben zu haben. Darüber hinaus entschuldigte sich der Technologieriese aus Cupertino offiziell und sagte, er werde auf seinen Geräten keine Audioaufnahmen des Siri-Assistenten mehr verwenden.

Die iPhone-Nutzer gaben an, dass Apple ihre privaten Gespräche routinemäßig aufzeichnete, nachdem sie Siri unbeabsichtigt aktiviert hatten. Zwei der Kläger in der Klage sagten, ihre Erwähnungen von Air Jordan-Turnschuhen und Olive Garden-Restaurants hätten Werbung für diese Produkte ausgelöst. Einer von ihnen behauptet, er habe eine Anzeige für eine chirurgische Behandlung erhalten. Darüber hinaus gab der Kläger an, dass er diese Angelegenheiten privat mit seinem Arzt besprochen habe.

Apple-Nutzer könnten durch den Vergleich bis zu 20 US-Dollar pro Siri-fähigem Gerät erhalten

Insbesondere könnten viele in den USA ansässige Apple-Gerätebenutzer bis zu 20 US-Dollar pro Gerät für bis zu fünf Siri-fähige Produkte erhalten. Allerdings bedarf es noch der richterlichen Genehmigung. Die Klage betrifft viele Apple Siri-fähige Geräte wie iPhone, iPad, Apple Watch, MacBook, iMac, HomePod, iPod touch oder Apple TV. Die Klage betrifft die Geräte, die zwischen dem 17. September 2024 und dem 31. Dezember 2024 gekauft wurden.

Darüber hinaus müsste ein Apple-Benutzer noch ein weiteres wichtiges Kriterium erfüllen. Sie müssen unter Eid schwören, dass sie versehentlich den Siri-Assistenten während privater Gespräche aktiviert haben. Insbesondere hängen die einzelnen Auszahlungen davon ab, wie viele Apple-Nutzer das Geld aus dem Vergleich beanspruchen.