Microsoft führt in OneDrive eine neue Funktion für künstliche Intelligenz ein, die KI-Gesichtserkennung nutzt. Dies dient dazu, „Gesichtergruppierungen“ zu erstellen und Benutzern dabei zu helfen, Fotos von Freunden und Familie schnell zu sortieren. Die Einführung des Gesichtserkennungstools von OneDrive wurde jedoch von einer eigenartigen und umstrittenen Grenze überschattet.
Microsoft legt ein jährliches Opt-out-Limit für die neue KI-Gesichtserkennung von OneDrive fest
Für Benutzer, die frühzeitig Zugriff auf die Funktion erhalten, ist sie standardmäßig aktiviert. Sobald sie aktiviert sind, enthalten die Datenschutzeinstellungen eine Benachrichtigung, dass Sie die Gesichtserkennungseinstellung nur dreimal pro Jahr ein- oder ausschalten können.
Diese ungeklärte Grenze löste bei Nutzern und Datenschützern sofort Bedenken aus. Es stimmt, dass die Funktion selbst – das Organisieren von Fotos nach Personen – in Diensten wie Google Fotos und Apple Fotos üblich ist (die keine Umschaltbeschränkungen haben). Allerdings ist die Begrenzung der Kontrolle höchst ungewöhnlich.
Als Microsoft auf eine Erklärung zu der Einschränkung gedrängt wurde, lehnte es eine direkte Stellungnahme ab. Das Unternehmen gab stattdessen eine allgemeine Erklärung ab und stellte fest, dass OneDrive „Datenschutzfunktionen und -einstellungen von Microsoft 365 und SharePoint übernimmt“.
Der mögliche Grund für die Entscheidung des Unternehmens und Datenschutzbedenken
Experten vermuten, dass das Schweigen des Unternehmens und die Einschränkung selbst mit den hohen Betriebskosten der Löschung biometrischer Daten zusammenhängen könnten. Microsoft gibt an, dass alle Gesichtsgruppierungsdaten innerhalb von 30 Tagen entfernt werden, wenn ein Benutzer die Funktion deaktiviert. Die Begrenzung der Umschalthäufigkeit ist wahrscheinlich eine Maßnahme, um zu verhindern, dass Benutzer das Unternehmen wiederholt dazu zwingen, riesige Datenmengen zu generieren und zu löschen. Letztendlich würden dadurch Serverressourcen geschont.
Die Situation hat die anhaltende Debatte über die Kontrolle der Privatsphäre angeheizt. Kritiker argumentieren, dass jede Funktion, die die Erfassung biometrischer Daten beinhaltet, „opt-in“ sein sollte. Im Idealfall sollte es eine aktive Zustimmung des Benutzers erfordern und nicht standardmäßig aktiviert sein. Das ungewöhnliche dreifache jährliche Limit fügt der Diskussion über die Verwaltung personenbezogener Daten eine neue Komponente hinzu.