Google sagt „Nein danke“ zum EU-Aufspaltungsvorschlag

Oscar

Google hat derzeit Probleme mit den Regulierungsbehörden sowohl in den USA als auch in der EU. Sie zielen im Wesentlichen auf die Eigentumstools von Google ab, die von Werbetreibenden und Publishern zusammen mit der Börse AdX verwendet werden.

Google beschloss, den Austrittsvorschlag der EU zu ignorieren und schickte ein Gegenangebot

Die jüngste Entwicklung in den Schwierigkeiten des Unternehmens kommt aus der EU. Google hat beschlossen, sich der Forderung der EU-Kartellbehörden zu widersetzen, einen Teil seines Werbegeschäfts zu verkaufen, um Interessenkonflikte auszuräumen, und hat stattdessen angeboten, Publishern und Werbetreibenden die Nutzung seiner Online-Werbetechnologie zu erleichtern.

Wie einige von Ihnen sich vielleicht erinnern, wurde Google im September mit einer Geldstrafe von 2,95 Milliarden Euro (3,4 Milliarden US-Dollar) belegt, weil das Unternehmen seine eigenen Online-Display-Technologiedienste begünstigte, um die Rolle von AdX in diesem Prozess zu stärken.

November war der Stichtag

Damals hieß es, ein solches Verhalten schade der Konkurrenz, den Werbetreibenden und den Publishern. Die EU gab Google bis November Zeit, Maßnahmen zur Beendigung von Interessenkonflikten zu erarbeiten. Um dies zu erreichen, hat die EU vorgeschlagen, dass Google einen Teil des Geschäfts verkauft.

Nun, Google hat sich gegen einen solchen Schritt entschieden. Das Unternehmen gibt nun an, seinen Vorschlag bei der EU eingereicht zu haben. Google sagte Folgendes: „Unser Vorschlag geht vollständig auf die Entscheidung der Europäischen Kommission ein, ohne dass es zu einer störenden Spaltung kommt, die den Tausenden europäischen Verlagen und Werbetreibenden schaden würde, die Google-Tools verwenden, um ihr Geschäft auszubauen.“

Das Unternehmen fügte hinzu: „Unser Plan sieht sofortige Produktänderungen vor, um den spezifischen Praktiken, die die Kommission in Frage stellt, ein Ende zu setzen. Beispielsweise geben wir Publishern die Möglichkeit, bei der Verwendung von Google Ad Manager unterschiedliche Mindestpreise für verschiedene Bieter festzulegen.“

Darüber hinaus hat das Unternehmen angeboten, die Interoperabilität seiner Tools zu erhöhen. Auf diese Weise hätten Publisher und Werbetreibende mehr Möglichkeiten.

Der Ball liegt bei der EU

Der Ball liegt bei der EU. Die Europäische Kommission, die als EU-Wettbewerbsaufsichtsbehörde fungiert, wird entscheiden, was als nächstes zu tun ist. Wenn Google die Erwartungen nicht erfüllt, wird ihm eine Auflösungsanordnung zugestellt.