Apple eskaliert seinen Rechtsstreit mit Europa und behauptet, dass seine regulatorische Verzögerung die Bemühungen zur Unterstützung eines neuen App-Stores beeinträchtigt. Der juristische Showdown folgt auf die Schließung eines alternativen App-Stores und dreht sich um die Anwendung der digitalen Wettbewerbsregeln der Regionen. Apple fügt hinzu, dass unklare Entscheidungen und langsame Reaktionen der Regulierungsbehörde für Verwirrung bei den Entwicklern sorgen. Dadurch wird es auch für neue Plattformen schwieriger, unter den aktuellen Regeln zu überleben.
Laut Apple schadet die Verzögerung in Europa alternativen App-Stores
In einer aktuellen Entwicklung hat Apple behauptet, dass die Europäische Kommission sich darauf vorbereitet, das Unternehmen für die Schließung eines Drittanbieter-App-Stores verantwortlich zu machen. Die Entwickler hinter dem Store sagen, die Geschäftsbedingungen von Apple seien zu komplex und würden viel zu häufig geändert. Dies erschwert die Ausführung des Dienstes. Apple hingegen argumentiert, dass diese Unsicherheit auf das Fehlen einer eindeutigen Genehmigung der europäischen Regulierungsbehörde zurückzuführen sei.
Gemäß dem Digital Markets Act 2024 war Apple verpflichtet, alternative App-Stores für iOS in Europa zuzulassen. Der Technologieriese hielt sich zwar an das Gesetz, führte jedoch neue Gebühren und Bedingungen ein, darunter eine Gebühr, sobald Apps eine bestimmte Anzahl an Downloads erreicht haben. Später entschieden die Aufsichtsbehörden, dass Apple sich nicht vollständig an das Gesetz gehalten habe, und verhängten eine hohe Geldstrafe. Apple gibt an, im Jahr 2025 neue Preise vorgeschlagen zu haben, diese Änderungen wurden jedoch nicht akzeptiert. App-Entwickler sagen, das System sei zu schwer zu verwalten und es seien strenge Regeln erforderlich, um die Macht des Unternehmens zu begrenzen.
Apple reagiert auf den anhaltenden regulatorischen Druck
Apple sagt, der wahre Grund für die Verzögerung liege bei den Regulierungsbehörden und nicht im Widerstand des Unternehmens. Das Unternehmen fügt hinzu, dass es der Regulierungsbehörde vor Monaten einen detaillierten Compliance-Plan vorgelegt habe. Es liegt jedoch noch keine offizielle Antwort vor. Das Unternehmen sagt, dieser Mangel an Orientierung entmutige Entwickler und schaffe Unsicherheit. Außerdem wird eine unfaire Behandlung vorgeworfen.
Die Europäische Kommission ist mit der Aussage von Apple nicht einverstanden. Die Regulierungsbehörde gibt an, regelmäßig mit Apple und betroffenen Entwicklern in Kontakt zu stehen. Darüber hinaus wird betont, dass ihr Ziel die vollständige Einhaltung des Gesetzes ist und dass die Diskussionen noch im Gange sind. Sie bestreiten, ein bestimmtes Unternehmen ins Visier genommen zu haben. Derzeit gibt es keine größeren Anzeichen für Gespräche zwischen dem Technologieriesen und der Regulierungsbehörde. Allerdings erwarten Entwickler und Nutzer ein gutes Ergebnis.