Während Unternehmen wie Apple und Google um die Entwicklung eigener KI-Modelle konkurrieren, verfolgt Microsoft einen anderen Ansatz. Warum das Rad neu erfinden, wenn jemand anderes bereits ein vollkommen gutes gemacht hat, oder? Zu diesem Zweck hat sich Microsoft mit OpenAI zusammengetan, und laut dem Ergebnisbericht für das vierte Quartal 2025 sieht es so aus, als würde sich diese Partnerschaft in Milliardenhöhe auszahlen.
Microsoft verdient im vierten Quartal 2025 Milliarden durch die OpenAI-Partnerschaft
Laut dem jüngsten vierteljährlichen Ergebnisbericht des Unternehmens hat Microsoft im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 durch seine OpenAI-Partnerschaft einen Nettogewinn in Milliardenhöhe erzielt. Genauer gesagt rechnen wir mit 7,6 Milliarden US-Dollar. Das ist ein gewaltiger Sprung, vor allem wenn man bedenkt, dass Microsoft durch die gleiche Investition erst vor wenigen Quartalen einen Verlust von 3,1 Milliarden US-Dollar hinnehmen musste. Was hat sich also geändert? Dies war der Umstrukturierung von OpenAI in ein gemeinnütziges Unternehmen zu verdanken, die Microsoft dazu veranlasste, die Bedingungen neu zu verhandeln und ein umfangreiches Azure-Cloud-Engagement zu sichern.
OpenAI stimmte dem Kauf zusätzlicher Azure-Dienste im Wert von 250 Milliarden US-Dollar zu. Allein durch diese Verpflichtung stiegen die verbleibenden kommerziellen Leistungsverpflichtungen von Microsoft auf 625 Milliarden US-Dollar, wobei 45 % dieser Gesamtsumme von OpenAI stammten. Wenn man bedenkt, dass Microsoft mehr als 13 Milliarden US-Dollar investiert hat, ist das Unternehmen fast auf halbem Weg, sein Geld zurückzubekommen.
Aber OpenAI ist nicht das einzige Unternehmen, in das Microsoft investiert hat. Bereits im November 2025 gab das Redmonder Unternehmen bekannt, dass es auch in Anthropic in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar investiert. Im Gegenzug wird Anthropic voraussichtlich 30 Milliarden US-Dollar an Azure-Rechenkapazität kaufen.
Übernahme des Microsoft-Spiels
Die Strategie von Microsoft war klug. Anstatt Milliarden dafür auszugeben, eigene Modelle von Grund auf zu bauen, bei denen es keine Garantie dafür gibt, dass sie so funktionieren, wie sie es sich erhoffen, warum sollte man die Arbeit nicht jemand anderem überlassen? OpenAI und Anthropic sind große Namen im KI-Bereich, und die Investition von Microsoft in sie ist ein kluger Schachzug.
Tatsächlich sehen wir, dass andere einen ähnlichen Weg einschlagen. Apple hatte zunächst versucht, seine KI-Bemühungen selbst durchzuführen. Aber wir alle wissen, wie das ausgegangen ist. Jetzt hat Apple einen Vertrag mit Google zur Lizenzierung seines Gemini-Modells unterzeichnet. Während wir immer noch abwarten, wie sich das auswirken wird, dürfte es angesichts der bewährten Fähigkeiten von Gemini um einiges besser sein als Apple Intelligence.