Während die meisten von uns mit dem Ansturm zum Jahresende beschäftigt waren, war Samsung Electronics damit beschäftigt, einen riesigen Haufen gewonnener Gewinne zu zählen. Kürzlich präsentierte der südkoreanische Technologieriese seine Ergebnisse des letzten Quartals, und die Zahlen sind einfach umwerfend. Im vierten Quartal (Q4) des Jahres 2025 erzielte Samsung Rekordbetriebsgewinne, die sich buchstäblich verdreifachten und angesichts der massiven weltweiten Nachfrage nach KI-Speichern einen Rekordwert von 20,1 Billionen Won (13,7 Milliarden US-Dollar) erreichten.
Dies ist ein klassischer Fall von „richtiger Ort, richtige Zeit“. Da große Technologieunternehmen um den Bau riesiger KI-Rechenzentren konkurrieren, benötigen sie für deren Betrieb schnelle Speicherchips. Dieser plötzliche Anstieg der Nachfrage hat zu einem Engpass in der Lieferkette geführt und den einfachen Speicherchip zur wertvollsten Währung der Branche gemacht.
Samsungs Rekordgewinn im vierten Quartal 2025 dank der Nachfrage nach KI-Speicherchips
Wenn Sie sich Samsung nur als Smartphone-Unternehmen vorstellen, könnten Sie diese Ergebnisse überraschen. In Wirklichkeit ist die Halbleitersparte (DS-Division) das wahre Kraftpaket. In den letzten Monaten des Jahres 2025 machte dieses Segment über 80 % des Gesamtertrags des Unternehmens aus.
High-Bandwidth Memory (HBM) ist der Star der Show. Diese Komponente ist für Unternehmen wie Nvidia von entscheidender Bedeutung, um KI-Chips herzustellen. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Marktpreise in nur einem Quartal um 40 bis 50 % gestiegen. Diese „Hyper-Bull“-Phase war für Samsung größer als der Boom der Branche im Jahr 2018.
Die Telefonsparte ist etwas zurückgegangen
Allerdings war es nicht in allen Abteilungen eine Siegesrunde. Während das Chip-Geschäft boomte, herrschte in der Smartphone-Sparte (MX) eine gewisse Flaute. Die Gewinne im Mobilfunksegment gingen erheblich zurück, da der anfängliche „Hype“ um die Flaggschiff-Einführungen im Jahr 2025 nachließ und der Wettbewerb härter wurde.
Es gibt auch eine kleine Zwickmühle für Samsung. Sie verdienen zwar ein Vermögen mit dem Verkauf von Speicherchips an andere, doch die steigenden Kosten für genau diese Chips machen es für sie teurer, ihre eigenen Telefone zu bauen. Es ist ein heikler Balanceakt: Auf der einen Seite Rekordgewinne zu feiern und auf der anderen Seite die steigenden Komponentenkosten für das nächste Galaxy zu bewältigen.
Was kommt als nächstes für 2026?
Samsung hat nicht vor, langsamer zu werden. Das Unternehmen richtet seinen Blick bereits auf „Agentic AI“ – eine schicke Art, KI zu sagen, die Ihnen proaktiv bei Aufgaben helfen kann – und plant, diese mit der kommenden Galaxy S26-Serie erstmals auf den Markt zu bringen.
Auf der Hardware-Seite geht es darum, Konkurrenten wie SK Hynix einen Schritt voraus zu sein. Samsung plant, Anfang dieses Jahres mit der Massenproduktion von HBM4-Produkten zu beginnen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen weiterhin der bevorzugte Lieferant für die weltweite KI-Infrastruktur bleibt.