Die Zahlungsregeln von Apple und Google lösen Protest bei über 600 Unternehmen aus

Oscar

Sind Apple und Google gierig? Beide Unternehmen haben sich darauf geeinigt, die Regeln für ihre App-Stores zu lockern, indem sie Entwicklern beispielsweise erlauben, auf externe Zahlungsdienste zu verlinken, App-Stores von Drittanbietern zu installieren und so weiter. Allerdings verlangen beide Unternehmen weiterhin eine Provision für Apps, die Out-of-App-Billing nutzen. So sehr, dass eine Gruppe in Japan im Grunde gegen Apple und Google wegen dieser Zahlungsregeln protestiert.

Japanischer Konzern protestiert gegen die Zahlungsregeln von Apple und Google

Eine Koalition in Japan, bestehend aus sieben IT-bezogenen Gruppen, die mehr als 600 Unternehmen vertritt, hat eine Erklärung abgegeben. Diese Erklärung richtet sich im Hinblick auf deren Zahlungsregeln an Apple und Google. Diesen Unternehmen zufolge sind die Provisionen so hoch, dass die Nutzung externer Websites zur Zahlung keinen Sinn macht.

Für diejenigen, die es nicht kennen: Bereits im Dezember letzten Jahres kündigte Apple Änderungen an seinen App-Verteilungsregeln, Zahlungsoptionen und Geschäftsbedingungen an. Dies sollte dem japanischen Mobile Software Competition Act (MSCA) entsprechen. Dies ermöglichte es Entwicklern in Japan grundsätzlich, auf Off-App-Werbeaktionen zu verlinken und alternative Zahlungsmethoden anzubieten.

Zumindest auf dem Papier bestand die Idee darin, es Unternehmen zu ermöglichen, die Zahlung von Provisionen an Apple und Google zu vermeiden. Sie sehen, sowohl Apple als auch Google kürzen die In-App-Käufe und App-Käufe. Dieser kann bis zu 30 % betragen. Das ist eine große Veränderung, insbesondere wenn eine App Millionenumsätze einbringt.

Durch die Zulassung externer Zahlungsmethoden sollten Entwickler dies umgehen können. Allerdings zogen sowohl Apple als auch Google weiterhin Provisionen ein, außer zu einem niedrigeren Satz von etwa 15–20 %.

Für uns keine Neuigkeit

Es ist nicht verwunderlich, dass Entwickler in Japan damit Probleme haben. Schließlich ist der Anstieg von 30 % auf 15–20 % genau ein gewaltiger Sprung. Vermutlich hoffen Apple und Google, dass die Unannehmlichkeiten, die die Nutzung eines Drittanbieterdienstes mit sich bringt, Benutzer und Entwickler dazu zwingen könnten, stattdessen deren Zahlungsdienste zu nutzen.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass Apple und Google auf Widerstand gegen diese Praktiken stoßen. Als Teil des Versuchs von Apple, dem DMA der EU nachzukommen, nahm das Unternehmen sogenannte Änderungen an seinem App Store vor. Es handelte sich jedoch um das absolute Minimum, was die Entwickler zu Protesten veranlasste. Auch die EU ließ sich von diesen Änderungen nicht täuschen und drohte Apple mit regelmäßigen Strafen, bis diese vollständig eingehalten wurden.