Google AI Overviews erhält sichtbarere Links, um den Website-Verkehr zu steigern

Oscar

Zu verstehen, wie sich KI auf den Website-Traffic mit den Suchergebnissen von Google auswirkt, hat für YouTuber und Unternehmen gleichermaßen höchste Priorität. Das Unternehmen stand kürzlich wegen Vorwürfen über Verkehrseinbußen aufgrund von KI-gestützten Zusammenfassungen in der Kritik. Um diese Bedenken auszuräumen, macht Google jetzt Links in den KI-Übersichten und seinem Konversations-KI-Modus für Nutzer deutlich offensichtlicher, um den Website-Verkehr zu steigern.

Die auffälligste Änderung kommt für Desktop-Benutzer. Wenn Sie nun in einer KI-Übersicht oder im KI-Modus mit der Maus über eine zitierte Quelle fahren, wird eine Popup-Karte angezeigt. Anstelle einer kleinen Fußnote sehen Sie die Überschrift des Artikels, eine kurze Beschreibung und sogar ein Vorschaubild.

Diese „Hover-Vorschau“ ahmt nach, wie Links auf Social-Media-Plattformen funktionieren. Das Ziel besteht darin, den Lesern genügend Kontext zu bieten, um zu erkennen, dass der Originalartikel mehr zu bieten hat, und sie hoffentlich zu ermutigen, zur Quelle zu klicken. Laut Robby Stein, Googles Vizepräsident für Suche, zeigen interne Tests, dass diese neue Benutzeroberfläche „ansprechender“ ist. Er behauptet auch, dass es den Menschen dadurch leichter fällt, neue Inhalte im Internet zu entdecken.

Beschreibende Symbole und mobile Optimierungen

Es geht nicht nur um Desktop-Hover. Google führt außerdem „aussagekräftigere und auffälligere“ Linksymbole ein, die sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten angezeigt werden. Dies ist ein bedeutender Schritt, da mobile Benutzer den Großteil des Suchverkehrs ausmachen und Zitate auf kleineren Bildschirmen oft verloren gehen.

Laut The Verge gelten diese Aktualisierungen sowohl für die Standard-KI-Übersichten als auch für den eher gesprächigen KI-Modus. Letzteres stellt Googles Vorstoß hin zu einem ChatGPT-ähnlichen Erlebnis dar, bei dem die Suchmaschine eher wie ein Dialogpartner fungiert als wie eine einfache Ergebnisliste.

Ein Friedensangebot an Verlage?

Der Zeitpunkt dieses Updates ist kein Zufall. Daten deuten darauf hin, dass KI-Zusammenfassungen einen großen Einfluss auf die organischen Klickraten haben können. Einigen Berichten zufolge kann eine KI-Zusammenfassung dazu führen, dass der Traffic zum obersten organischen Ergebnis um bis zu 40 % sinkt. Darüber hinaus untersucht die Europäische Kommission, ob die Nutzung von Publisher-Inhalten durch Google ohne „angemessene Vergütung“ gegen Wettbewerbsregeln verstößt.

Indem Google Links schöner und sichtbarer macht, versucht es, einen Mittelweg zu finden. Das Unternehmen muss die sofortigen, KI-gesteuerten Antworten liefern, die Benutzer jetzt erwarten, aber es muss auch das Web am Leben halten. Ohne die Artikel, Blogs und Nachrichtenseiten, die diese KI-Modelle trainieren, würden der Suchmaschine irgendwann die neuen Informationen ausgehen.

Vorerst dient diese Aktualisierung der Benutzeroberfläche ein wenig der Schadensbegrenzung. Ob diese „prominenten Ikonen“ den YouTubern tatsächlich mehr Umsatz bringen, bleibt abzuwarten. Zumindest ist es ein Zeichen dafür, dass Google weiß, dass es sich eine totale Revolte der Verlage nicht leisten kann.