Wie Google begann auch Facebook mit eher unschuldigen Absichten. Eine Plattform für College- und Universitätsfreunde und Studenten, um sich miteinander zu vernetzen. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich weiter und wurde zu einem Werbemoloch. Es ist nicht verwunderlich, wie es dorthin gelangt ist. Facebook-Nutzer stellten ihre Daten gerne zur Verfügung, und jetzt werden diese Daten verwendet, um Anzeigen an sie zu schalten. Allerdings meldet sich Brian Boland, der Meta-Manager, der eine Schlüsselrolle dabei gespielt hat, jetzt zu Wort, um die Werbemaschinerie des Unternehmens zu enthüllen.
Als er während eines Geschworenenprozesses in Kalifornien aussagte, enthüllte der ehemalige Meta-Manager in einer Enthüllung die Werbepraktiken und den Ansatz des Unternehmens. In dem laufenden Prozess geht es darum, ob Plattformen wie Meta und YouTube für die Schädigung der psychischen Gesundheit einer jungen Frau verantwortlich waren, und seine Aussage ist ziemlich vernichtend.
Mark Zuckerberg, CEO von Meta, hatte zuvor Stellung bezogen und gesagt, dass es bei der Mission des Unternehmens darum gehe, Sicherheit und freie Meinungsäußerung in Einklang zu bringen, nicht um Einnahmen. Bolands Erfahrungsbericht lässt jedoch etwas anderes vermuten. Der ehemalige Geschäftsführer behauptete, Zuckerberg habe eine Unternehmenskultur geschaffen, in der Wachstum und Gewinn im Vordergrund stünden.
Anstatt sich auf die Benutzersicherheit zu konzentrieren, behauptete Boland, dass Zuckerberg alles getan habe, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Er erinnert sich an eine digitale Countdown-Uhr, bei der Facebook mit einem angeblichen sozialen Netzwerk von Google konkurrieren musste. Er behauptete auch, dass Zuckerberg den Ingenieuren gesagt habe, dass ihre Priorität darin bestehe, Wachstum und Engagement zu gewinnen.
Wann immer Sicherheitsprobleme angesprochen wurden, nutzte Meta laut Boland den Druckzyklus, um die Reaktion zu steuern. Dies steht im Gegensatz dazu, dass Meta tatsächlich versucht, die Probleme zu verstehen und zu beheben.
Nicht das erste Mal, dass wir davon hören
Zuckerberg versuchte, Bolands Aussage herunterzuspielen. Der CEO deutete an, dass Boland gegen Ende seiner Zeit bei Meta „einige starke politische Ansichten entwickelt“ habe. Obwohl wir Bolands Behauptungen nicht bestätigen können, ist es tatsächlich nicht das erste Mal, dass wir von Zuckerbergs und Metas Ambitionen hören, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.
Erst letztes Jahr stand Meta wegen der Übernahme von WhatsApp und Instagram vor Gericht. Damals nannte die FTC sie „Killerakquisitionen“. Das Ziel bestand einfach darin, die Konkurrenz auszuschalten, bevor sie zu einer Bedrohung wurde. Meta konnte der Ausgliederung von WhatsApp und Instagram nur knapp entgehen. Aber wie gesagt, zwischen Bolands Aussage und dem FTC-Fall scheint es sicherlich ein Muster zu geben.