Einführung und Technische Spezifikationen des ADATA URBAN TAPSAFE
Wir konnten es kürzlich auf der Computex 2026 kennenlernen, und nun liegt hier die Review des ADATA URBAN TAPSAFE, eine kompakte externe SSD im Taschenformat mit Hochgeschwindigkeitsverbindung über USB-C 3.2 (3.2 Gen 2×2) mit 20 Gbps, die Lesegeschwindigkeiten und Schreibgeschwindigkeiten von über 1.900 MB/s erreicht.
Was es dabei besonders macht, ist jedoch sein Sicherheitssystem auf Basis eines NFC-Chips, mit dem wir den Speicher mittels Smartphone entsperren können, um unerwünschte Nutzung zu verhindern, neben weiteren Funktionen.
Schauen wir uns an, wozu es fähig ist.
Technische Merkmale des ADATA URBAN TAPSAFE
- Kapazität
- Gewicht
- Schnittstelle
- USB 3.2 Gen2 x2 (USB 20 Gbps)
- Rückwärtskompatibel zu USB 2.0
- Sequentielle Geschwindigkeit
- Lesen: Bis zu 1.900 MB/s
- Schreiben: Bis zu 1.900 MB/s
- Betriebssystem-Anforderungen
- Windows 8 / 8.1 / 10 / 11
- Mac OS X 10.6 oder höher (erfordert Neuformatierung)
- Linux Kernel 2.6 oder höher
- Android 8.0 oder höher
- iOS 18.6 oder höher
- Betriebstemperatur
- Betriebs spannung
- Abmessungen (L x B x H)
- 68,68 x 36,18 x 19,18 mm
- Zubehör
- USB-C Kabel, austauschbare Farbabdeckung, Seriennummern-Aufkleber, Sicherheitswarnung, Schnellstartanleitung
- Garantie
- 5 Jahre beschränkte Garantie
- Preis
Design und Konnektivität
Zusammen mit dem SSD wird beim ADATA URBAN TAPSAFE eine zusätzliche magnetische Abdeckung mitgeliefert, um das Design zu wechseln, sowie ein USB-C zu USB-C Kabel. Zudem gibt es zwei QR-Codes, über die sich die Bedienungsanleitung einsehen lässt bzw. die App zum Mobilgerät heruntergeladen werden kann, die es ermöglicht, den Speicher via NFC zu entsperren.

Mit Maßen von lediglich 68,68 mm x 36,18 mm x 19,18 mm ist es eine äußerst kompakte externe Einheit, die aus hochwertigem Metall gefertigt ist und ein magnetisches Gehäuse in schwarzem Hochglanz aufweist, das serienmäßig vorhanden ist, oder wahlweise mit einem irisierenden Finish, das zwischen Rosé- und Grüntönen wechselt.

An einem der Enden befindet sich ein USB-C Anschluss, kompatibel mit USB 3.2 Gen 2×2, also mit einer echten USB-3.2-Bandbreite von 20 Gbps. Er ist rückwärtskompatibel mit USB 3.1 (10 Gbps), USB 3.0 (5 Gbps) und USB 2.0 (480 Mbps).
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine kleine LED, die rot leuchtet, wenn es gesperrt ist, und blau, wenn es entsperrt ist.

Es ist ein leicht tragbares Gerät, das sich bequem in einer Tasche oder in der Hand transportieren lässt. Außerdem verfügt es über einen Rückclip, mit dem es an Kamerasystemen oder Halterungen für Mobilgeräte befestigt werden kann, falls zusätzlicher Speicher für längere Hochauflösungsaufnahmen benötigt wird. Der Clip besitzt zwei Gummiauflagen, um einen guten Halt zu gewährleisten, und der Rahmen besteht ebenfalls aus Metall.
Auf dem Clip befindet sich innen ein Etikett mit der Seriennummer des Geräts, das bei einem Neustart (Löschen aller Daten) nützlich ist.

Das magnetische Gehäusesystem hat keinen praktischen Nutzen außer der Designänderung des Geräts. Serienmäßig haben wir die schwarze Glanzvariante, zusammen mit einer zusätzlichen, irisierenden Version, die zwischen Rosé und einem Grünton wechselt.

Lässt sich leicht entfernen und anbringen, indem man an eine kleine seitliche Lasche am Rahmen des SSD zieht. Ein Magnetsystem sorgt dafür, dass sie sich ohne Schrauben oder physische Laschen einfach fixieren lässt.

Der Farbwechsel je nach Lichteinfall ist auffällig und verleiht diesem kleinen tragbaren SSD eine markante Note. In den Gehäusen – oder sogar ohne Gehäuse – gibt es eine NFC-Lesezone, die mit dem Teil des SSD übereinstimmt, den man dem NFC-Leser des Handys nähern muss. Im nächsten Abschnitt sehen wir, wie es funktioniert.

Funktionsweise des ADATA URBAN TAPSAFE und sein NFC-System
Was den ADATA URBAN TAPSAFE neben Geschwindigkeit und Größe besonders macht, ist sein Sperr- und Entsperrsystem per NFC. Dieses Verfahren verhindert das Lesen oder Schreiben von Daten, bis es über das Smartphone mittels NFC-Lesegerät entsperrt wird.
Für das Entsperren des SSD per NFC ist die Urban Tapsafe App erforderlich.
Um es zu nutzen, muss die Urban Tapsafe App heruntergeladen werden, verfügbar für Android- oder iOS-Geräte. Nach der Installation registrieren wir das SSD über das eigene NFC und vergeben ein Passwort, um das NFC-Authentifizierungssystem auf ein anderes Mobilgerät übertragen zu können, falls nötig.
Nach der Registrierung öffnet man die App (sie fordert den Fingerabdruck oder das Verifizierungssystem des Smartphones), klickt auf UNLOCK und nähert anschließend das URBAN TAPSAFE an die Rückseite des Handys, wo der NFC-Leser sitzt. In diesem Moment ist das SSD entsperrt und kann verwendet werden.

Der SSD zeigt über die Status-LED an, ob er gesperrt oder entsperrt ist, rot bedeutet gesperrt, blau entsperrt.


Es ist zu beachten, dass dieser Prozess direkt erfolgt, wenn der SSD über Kabel mit dem PC oder dem Mobilgerät verbunden ist. Das Entsperren per NFC ermöglicht dann die unmittelbare Nutzung, und wenn der SSD vom PC oder dem verbundenen Gerät getrennt wird, wird es automatisch wieder gesperrt.
Es ist auch möglich, es vor dem Anschließen zu entsperren und anschließend zu verwenden. Man muss nur beachten, dass in diesem Fall zum erneuten Sperren eine erneute Verbindung und Trennung erforderlich ist.
Ebenso interessant ist die Möglichkeit, die App zu nutzen, um Benutzer zu teilen – also dass andere Nutzer Zugriff auf die Daten erhalten oder diese sogar bearbeiten können. Dies geschieht über einen QR-Code, den die App erzeugt. Vom Admin-App aus können neue Benutzer durch Scannen ihres QR-Codes hinzugefügt werden.

Leistung
Der ADATA URBAN TAPSAFE verwendet – wie in den Spezifikationen angegeben – eine USB-C 3.2 Gen 2×2-Schnittstelle mit einer Bandbreite von 20 Gbps. Das Unternehmen verspricht maximale Lese- und Schreibleistung von 1.900 MB/s sequentiell.
Dabei ist zu beachten, dass USB 3.2 abwärtskompatibel zu USB 3.1, USB 3.0 und USB 2.0 ist und die Höchstgeschwindigkeit entsprechend dem jeweiligen Standard variiert. Auch USB4-Kompatibilität ist gewährleistet, doch die Höchstgeschwindigkeit hängt vom System ab. Beispielsweise könnte ein Laptop mit USB4 40 Gbps das SSD auf 10 Gbps gemäß USB 3.1 begrenzen, oder es könnte Geräte geben, die im USB 3.2 Gen 2×2-Modus arbeiten. In unserem Labor gab es beide Fälle.
Was die Leistung in Tests betrifft, erfüllt der ADATA URBAN TAPSAFE die Erwartungen und übertrifft sie sogar, indem er ~2.000 MB/s beim sequentiellen Lesen erreicht. Beim Übertragen mehrerer großer Dateien aus dem Windows-Datei-Explorer bleiben die Geschwindigkeiten stabil bei rund 1 GB/s.


Bei Systemen mit USB 3.1 (10 Gbps) liegen die Höchstgeschwindigkeiten bei etwa 900 MB/s, mit stabilen Transfers um 800 MB/s.

Somit handelt es sich um eine schnelle SSD mit guter Kapazität. Das getestete Modell bietet 1 TB Speicher, ist aber auch als 2‑TB‑Version erhältlich.
Analyse und Fazit
Diese 1‑TB-Variante des ADATA URBAN TAPSAFE ist für 259 Euro erhältlich; ein recht hoher Preis, wenn man sie mit anderen Modellen gleicher oder größerer Kapazität mit ähnlichen Geschwindigkeiten vergleicht – allerdings ohne das NFC-Authentifizierungssystem.
Obwohl sie keine Verschlüsselung bietet und auch kein Unternehmenssicherheitsniveau anstrebt, verleiht das NFC-Authentifizierungssystem zusätzlichen Datenschutz, falls man verhindern möchte, dass das Gerät ohne Zugriff verwendet wird.
Die Bedienung ist einfach und das Entsperren geht zügig vonstatten; vielleicht könnte man es noch benutzerfreundlicher machen, indem man das Entsperren ohne Öffnen der App und kurzes Drücken des App-Buttons ermöglicht, einfach indem man das Mobilgerät entsperrt hält und es nahe an das Gerät hält. Allerdings würde dies nur ein oder zwei Tasten presser sparen.

Gute Geschwindigkeit und Kapazität, kompakte Größe mit gut verarbeitetem Design und etwas Personalisierung sowie ein auffälliges NFC-Sperr- und Entsperrsystem machen dieses ADATA URBAN TAPSAFE zu einer hervorragenden Option, wenn zusätzlicher Hochleistungs-Speicher für alle Arten von Geräten benötigt wird – einschließlich Smartphones, PCs, Konsolen oder Kameras.